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Neues Aufklärungsflugzeug wacht über North Luangwa

Am Dienstag, den 20. Juni 2017, hat der deutsche Botschafter in Sambia offiziell ein Husky-Flugzeug an das Schutzprogramm North Luangwa übergeben. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt wird das Flugzeug für die Luftüberwachung des North-Luangwa-Nationalparks einsetzen.

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Botschafter Achim Burkart, ZGF-Projektleiter Ed Sayer, Permanent Secretary Liya Mutale, DNPW Stellvertretender Direktor DNPW, Andrew Chomba, und DNPW Senior Warden Solomon Chidunuka (von links nach rechts). Foto: ZGF
„Ich bin sehr stolz darauf, dass die deutsche Regierung dieses Flugzeug finanziert und damit dieses wunderbare Projekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt im Kampf gegen die Wilderei in Sambia unterstützt“, sagte der deutsche Botschafter Achim Burkart bei der Übergabezeremonie im North-Luangwa-Nationalpark.

Der deutsche Botschafter übergab das Flugzeug und überreichte einen Scheck, der die Kosten für den Bau einer Trinkwasseranlage für die Mitarbeiter der sambischen Behörde für Nationalparks und Wildtiere (Department of National Parks and Wildlife, DNPW) und ihre Familien in der Park-Zentrale in Mano abdeckt.

„Der Schutz des North-Luangwa-Nationalparks und seiner bedrohten Flaggschiff-Arten bewahrt das Ökosystem und die Lebensgrundlagen der Menschen, die davon abhängen“, sagte Staatssekretärin Dr. Liya Mutale vom sambischen Ministerium für Tourismus und Kunst. „Der Druck durch Wilderei auf diese Arten ist so hoch wie nie und das Ministerium wird seinen Teil dazu beitragen, dass dieser Bedrohung adäquat mit den benötigten Arbeitskräften und Ressourcen begegnet wird, um das nationale Erbe von Sambia zu schützen.”

Das North-Luangwa-Ökosystem ist ein Refugium für Elefanten, Löwen und Sambias letzte Nashörner. Das Schutzprogramm North Luangwa ist eine Partnerschaft der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und der sambischen Behörde DNPW. Management und Schutz des Gebietes sind die Schwerpunkte des 1986 begründeten Programms.
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Aufklärungsflug über dem North-Luangwa-Nationalpark. Foto: Patrick Eickemeier/ZGF
In Naturschutzgebieten, die oft weitläufig und abgelegen sind, können Flugzeuge zur Aufklärung eingesetzt werden, um Gefahren frühzeitig zu erkennen, Informationen an Einsatzkräfte am Boden weiterzugeben sowie Wildtierpopulationen und ihre Lebensräume zu untersuchen. Die Husky A-1C ist sehr gut für diese Aufgaben geeignet, da sie niedrig und langsam geflogen werden kann. Der Flugzeugtyp hat sich im Einsatz gegen Wilderei bereits bewährt.

Bei der Übergabe waren der Stellvertretende DNPW-Direktor Andrew Chomba, Chief Mukungule und Vertreter des Provincial Joint Operations Committee, des Mpika-Distrikt-Vorsitzenden und der Regionalregierung zugegen.

Die deutsche Bundesregierung hat drei Flugzeuge finanziert um in Sambia und Tansania den Kampf gegen die Wilderei sowie das Monitoring von Wildtierbeständen und Lebensräumen zu unterstützen. Die anderen beiden Huskys werden im Selous-Schutzgebiet und im Serengeti-Nationalpark in Tansania eingesetzt. Diese Unterstützung ist Teil langfristiger finanzieller und technischer Entwicklungsmaßnahmen von ZGF, GIZ und KfW in Zusammenarbeit mit der tansanischen Wildtierbehörde TAWA, der tansanischen Nationalparkbehörde TANAPA und des sambischen DNPW.