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Hoher Besuch für das ZGF-Team: Bundespräsident Joachim Gauck besucht den Serengeti Nationalpark

Im Rahmen seines Tansania-Besuchs haben Bundespräsident Joachim Gauck und First Lady Daniela Schadt dem Serengeti Nationalpark eine Stippvisite abgestattet.

Seronera, Tansania (5. Feb. 2015):  Nur gute drei Stunden hatten Bundespräsident Joachim Gauck und First Lady Daniela Schadt heute Zeit, um einen der spektakulärsten Nationalparks der Welt zu sehen: die Serengeti.

 

Doch selbst der kleine Ausschnitt dieses riesigen Wildnisgebietes, den der Bundespräsident zu sehen bekam und die kurzen aber eindrucksvollen Begegnungen mit den Wildtieren des Parks haben Gauck und die First Lady tief beeindruckt.

 

Es war der erste Besuch eines deutschen Bundespräsidenten im Serengeti Nationalpark, einem Park der in vielerlei Hinsicht eng mit Deutschland verbunden ist. Mit „Serengeti darf nicht sterben“ hievte Bernhard Grzimek 1959 den Park und seine Bedrohung ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit. In den Jahren und Jahrzehnten danach baute Grzimek gemeinsam mit dem damaligen tansanischen Staatspräsidenten Julius Nyerere den Naturschutz in der Serengeti auf.

German_president_ Gauck with Maasai_Beekeeper
Bundespräsident Gauck lässt sich erklären, wie Imkerei und Naturschutz im Umfeld der Serengeti zusammenhängen.

Enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tansania

 

Seit fünf Jahrzehnten ist die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, deren Präsident Grzimek war, nun vor Ort und steht Tanzania National Parks (TANAPA) als Partner beim Schutz dieses einzigartigen Weltnaturerbes zur Seite. Vor allem mit Mitteln aus Deutschland (KfW, Deutsche Zusammenarbeit) liegt der Schwerpunkt der ZGF-Arbeit heute darauf, den Park im Kampf gegen die steigende Wilderei zu unterstützen und durch intensive Arbeit mit den Gemeinden im Umfeld des Parks den Druck auf das Schutzgebiet zu reduzieren und die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern.

 

Bundespräsident Gauck würdigte diese Arbeit in seiner Rede. Wilderer habe es schon immer gegeben, sagt Gauck, aber man müsse alles tun, um die Serengeti, „dieses Geschenk an die Menschheit“ zu verteidigen und im Rahmen des geltenden Rechts alle Mittel auszuschöpfen. „Wir brauchen gut funktionierende Kontrollmechanismen, dass Elfenbein und Nashörner nicht fassweise aus dem Land geschafft werden. Und wenn wir dabei helfen können, was zu entwickeln, warum sollten wir es nicht tun?“, sagte Gauck.

 

German_president_Gauck Christof ops room key
Christof Schenck übergibt symbolisch den Schlüssel zum "Operations Room" an TANAPA.

Konkrete Hilfe gegen Wilderei

 

Anlässlich des Besuchs des Bundespräsidenten konnte der neu errichtete Operations Control Room an TANAPA übergeben werden. Das Gebäude wird das neue Lagezentrum des Nationalparks sein, in dem die Fäden aller Anti-Wildereimaßnahmen zusammenlaufen. Das wird der Wildereibekämpfung mehr Kraft verleihen. Der Operations Control Room wurde von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt gebaut, deren Geschäftsführer Dr. Christof Schenck die Schlüssel offiziell an TANAPA Direktor Alan Kijazi übergab. 

 

Mit seinem Besuch würdigte Bundespräsident Gauck die Bedeutung der Serengeti als eins der bedeutsamsten Naturwunder der Erde, als nationales Naturerbe Tansanias  und einen der wirtschaftlichen Motoren des Landes.