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Wieviele Elefanten gibt es im Selous?

Was haben die vielen Maßnahmen gegen die Wilderei im Selous Game Reserve gebracht? Waren wir erfolgreich? Diese Fragen sollte die große Wildtierzählung 2018 beantworten, die von Ende Oktober bis Mitte November 2018 im Selous-Mikumi-Ökosystem in Tansania stattfand. Gut drei Wochen lang war das ZGF-Flugzeug mit Captain Bernard Shayo im Einsatz, um gemeinsam mit einer großen Crew aus Mitarbeitern des tansanischen Wildtierforschungsinstitut TAWIRI (Tanzania Wildlife Research Institute) und der tansanischen Wildtierbehörde TAWA (Tanzania Wildlife Management Authority) die großen, aus der Luft gut sichtbaren Wildtiere wie Elefanten oder Büffel zu zählen. einem nicht schlecht wird.

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Piloten und Zähler müssen über Stunden bei der Sache sein und zusätzlich über einen sehr robusten Magen verfügen.
„Sowas ist immer ein riesiges Unterfangen, das sehr viel Equipment und Manpower erfordert“, sagt Einsatzleiter Dr. Edward Kohi von TAWIRI. „Die Crew steht um fünf Uhr morgens auf, und je nach Sonnenaufgang ist Takeoff für die Zählflugzeuge um 6:30 Uhr. Dann sind sie etwa vier bis fünf Stunden in der Luft.“ Drei Flugzeuge und eine Crew von zwanzig Personen waren diesmal im Einsatz. Neben dem Pilot sitzen in jedem Flugzeug zwei bis drei Zähler, die rechts und links aus dem Fenster schauen und in einem definierten Ausschnitt alle Großtiere zählen, die sie sehen. Nicht nur für die Piloten bzw. die Pilotin ist dabei allerhöchste Konzentration angesagt. Auch die Zähler müssen über Stunden bei der Sache sein und nach unten schauen. Wer schon mal mit einer kleinen Maschine tief geflogen ist, weiß, dass dies einen sehr robusten Magen erfordert, damit es einem nicht schlecht wird.t e
Adjusting a camera at the wing during Selous census 2018. © FZS
Mit Kameras am Flügel werden während des Fluges Luftaufnahmen gemacht.

Seit 1976 werden im Selous-Mikumi-Ökosystem alle drei bis vier Jahre Elefanten und andere Großtiere auf einer Fläche von etwa 110.000 Quadratkilometern aus der Luft gezählt. Im Rahmen des Zensus von 2014 waren 14.867 Elefanten gezählt worden, die Daten für 2018 werden von TAWIRI voraussichtlich Anfang 2019 veröffentlicht werden.

Der Zensus war ursprünglich für 2017 geplant gewesen, doch eine ungewöhnlich dichte Vegetation hatte das verhindert. Er soll neue wissenschaftlich fundierte Daten zur Größe und Verteilung der Wildtierpopulationen liefern. Außerdem soll der Zensus einen Überblick über illegale Aktivitäten im Selous-Schutzgebiet, im Mikumi-Nationalpark und im Selous-Niassa-Korridor geben. Der Zensus in Zusammenarbeit mit der tansanischen Nationalparkbehörde TANAPA (Tanzania National Parks) und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) fand im Rahmen des Schutzprojekts Selous Ecosystem Conservation Program (SECAD) statt, das mit Mitteln der Deutschen Bundesregierung über die KfW Entwicklungsbank finanziert wird.

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