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Urwald im Herzen Europas

Aufbau eines Wildnisschutzgebietes in den rumänischen Karpaten

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Blick über die Gipfel der Karpaten. (Foto: Christoph & Barbara Promberger)

Im bewaldeten Teil der Karpaten, vor allem in der Ukraine, der Slowakei sowie in Rumänien, liegen Europas wichtigste Urwaldgebiete. In den rumänischen Karpaten herrschen vor allem Bergmischwälder vor, die überwiegend von Fichtenwäldern sowie in den Hochlagen von Latschenkiefern und alpinen Wiesen geprägt sind. Hier leben noch Braunbären, Wölfe, Luchse, Gämsen und Rotwild.

 

Die von der rumänischen Regierung eingerichteten Schutzgebiete, insbesondere Nationalparke, haben mit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen. Durch die derzeitige Rückübertragung von Waldflächen an Privatpersonen – auch innerhalb der Schutzgebiete – drohen Nutzungskonflikte mit den neuen Eigentümern. Innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten werden die neuen Privatflächen häufig umgehend an große internationale Holzkonzerne verkauft, was in riesigen Kahlschlägen resultiert. Die Verkaufsbereitschaft ermöglicht allerdings auch den Erwerb und  die dauerhafte Sicherung für den Naturschutz. Daraus ergibt sich ein sehr günstiges, aber kleines Zeitfenster, um große natürliche Waldflächen dauerhaft für den Naturschutz zu sichern.

 

Im Karpatenbogen in und um den Nationalpark Königsstein (rumänisch: Piatra Craiului) plant die Stiftung Fundatia Conservation Carpathia (FCC) daher, ein rund 100.000 Hektar großes privates Schutzgebiet einzurichten und damit staatliche Schutzbemühungen zu ergänzen. Die Stiftung will damit einen entscheidenden Beitrag für den Erhalt wichtiger Urwaldflächen in den rumänischen Karpaten leisten. Dies soll vor allem durch Flächenkäufe mit Mitteln von hauptsächlich privaten, aber auch öffentlichen Gebern erreicht werden. Rund 14.000 Hektar Waldfläche stehen bereits unter dauerhaftem Schutz der FCC.

 

Wir beteiligen uns seit 2012 an diesem Projekt.

WAS PASSIERT VOR ORT?

  • Flächenkauf, um die geplante Größe von 100.000 Hektar zu erreichen
  • Aufbau einer Flächenbetreuung durch Ranger
  • Wiederaufforstung erosionsgefährdeter Standorte
  • Planung und Aufbau eines CARPATHIA-Zentrums: Verwaltung, Informationszentrum, Trainingszentrum für Schutzgebietsmitarbeiter, Besucher-Lodge
  • Planung und Aufbau eines Schutzkonzeptes für das gesamte Fagaras-Gebirge
  • Wildtierschutz und -monitoring