In Belarus gibt es riesige Feuchtgebiete, die für unzählige weltweit bedrohte Arten lebensnotwendig sind. Und auch ausgedehnte alte Wälder, die vielen großen Säugetieren ein Zuhause bieten. Im Süden des Landes – und über die Grenzen zu den Nachbarländern Polen, Ukraine und Russland hinaus – liegt die letzte europäische Wasserwildnis: die Polesie. Der Pripyat, einer der letzten großen Flüsse des Kontinents, der weder begradigt, noch umgeleitet oder anderweitig verändert wurde, ist das Herzstück dieser Region. Er überschwemmt vor allem im Frühjahr die Landschaft und verwandelt die Polesie in einen europäischen Amazonas, der Rast- und Brutplatz für Millionen von Zugvögel ist.

Auch riesige Gebiete mit uraltem Baumbestand haben in Belarus überlebt, anders als in anderen Teilen Europas, wo sehr viel Wald gerodet wurde. Im Westen des Landes, an der Grenze zu Polen, liegt der letzte alte Tieflandwald Europas: der Bialowieza Wald. Große Wisentherden ziehen umher und im Wald verteilt stehen einzelne uralte Eichen. Teile vom Bialowieza Wald sind bis heute intakt, doch auch hier wurden die Ressourcen geplündert. Wenn diese Gebiete wiederhergestellt werden, können wir ihre ökologische Integrität zurückbringen.

Unsere Schwerpunkte

  • Schutzgebiete entwickeln
  • Administrative Unterstützung für lokale NGOs und Schutzgebiete
  • Renaturierung von Ökosystemen
  • Biodiversitäts- und Ökosystem-Monitoring
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Zusammenarbeit mit den Kommunen und Entwicklung ökologisch nachhaltiger Business-Modelle für die Region
A European Goldfinch in Belarus. © Daniel Rosengren
Camera trap images are checked in the Bialowieza Forest, Belarus. © Daniel Rosengren
A team heads out from the Turov Bird Ringing Station to collect data along the Pripyat River in Polesia. © Daniel Rosengren
Polesia is a key site for migrating birds; Ruffs congregate in enormous numbers along the Pripyat River each year. © Daniel Rosengren
Bialowieza Forest harbors the world’s largest population of wild European Bison. © Daniel Rosengren
The Bialowieza Forest is famous for its giant old oak trees. © Daniel Rosengren
A Ruff is being measured and ringed so that their numbers can be monitored before it is released back into the wild. © Daniel Rosengren
An aerial view of the Pipyat River and its surrounding floodplain meadows, wetlands and oxbow lakes in Polesia. © Daniel Rosengren
Red deer are common in the Bialowieza Forest, Belarus. © Daniel Rosengren
Many tourists come to observe nature in the Bialowieza Forest. © Daniel Rosengren
A free-flowing river in the Bialowieza Forest, restoring natural flow to straightened rivers is a project priority. © Daniel Rosengren
Sunrise over the Pripyat River floodplain in Polesia. © Daniel Rosengren

Aktuelles

Projekte in Belarus

Meilensteine

Das Almany-Moor-Schutzgebiet wird um 10.000 Hektar vergrößert.

2021

Beginn des ELP-geförderten Projekts Polesie – Wildnis ohne Grenzen.

2019

Abschluss der Renaturierungsarbeiten am Fluss Salomienka.

2019

Die Renaturierung des Dzikaje-Moors ist abgeschlossen.

2019

Die Kampagne Save Polesia gegen den Bau der E40-Wasserstraße wird ins Leben gerufen.

2018

Die Wiedervernässung des Dziki-Nikar-Moores ist abgeschlossen.

2016

Die ZGF initiiert grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz der Polesie.

2012

Das grenzüberschreitende Biosphärenreservat West Polesie, Belarus/Polen/Ukraine, wird ausgewiesen.

2012

Der Bialowieza Nationalpark wird auf der belarussischen Seite erweitert: Der Bielaviežskaja Pušča-Nationalpark wird gegründet.

1991

Der Wald von Bialowieza wird von der UNESCO zum grenzüberschreitenden Welterbegebiet erklärt.

1979

Kontakt

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