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Schutz des Lomami Nationalparks

Schutz der Flora und Fauna des Lomami Ökosystems und Aufbau einer funktionierenden Nationalparkverwaltung gemeinsam mit den lokalen Partnern.

Der Lomami-Nationalpark ist der jüngste Nationalpark der Demokratischen Republik Kongo. Er ist knapp 9.000 Quadratkilometer groß und Herzstück der etwa 40.000 Quadratkilometer großen Naturlandschaft zwischen den Flüssen Tshuapa, Lomami und Lualaba.

Insgesamt sieben ethnische Gruppen waren an dem Gründungsprozess des Nationalparks gemeinsam mit der kongolesischen Parkbehörde ICCN (Institut Congolais pour la Conservation de la Nature) beteiligt. Das Gemeindeland an den Parkgrenzen bildet heute eine wichtige Pufferfunktion für das Schutzgebiet.

Die Region ist fast vollständig von dichtem tropischem Regenwald bewachsen, in dem Bonobos, Waldelefanten, Riesen-Pangoline sowie Flusspferde leben. In Lomami konnten bisher zahlreiche endemische oder seltene Arten nachgewiesen werden, darunter Lesula-Affen, Dryasmeerkatzen, der Kongo-Pfau und das Okapi.

Jagd nach Buschfleisch und Elfenbein

Die Region um den Nationalpark ist nur sehr gering besiedelt, dennoch war sie immer wieder Schauplatz für gewaltsame Konflikte. Daher ist die Stabilisierung der Region eine der größten Herausforderungen – auch für den Naturschutz.

Illegale Jagd findet im Schutzgebiet hauptsächlich statt, um Buschfleisch für die lokalen Märkte zu jagen. Aber auch Elefanten werden wegen des Elfenbeins gewildert. 

Die Abgeschiedenheit der Region verhindert bislang die übermäßige Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Deswegen ist jetzt die richtige Zeit, den Schutz des Lomami Nationalparks gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden zu stärken, um das Bewusstsein für das Schutzgebiet und sowie national geschützte Arten zu erhöhen und eine illegale Ausbeutung der Region zu verhindern. Das TL2-Projekt ist ein wichtiger Garant für den Schutz des Lomami-Nationalparks.

Bisher ist die Parkinfrastruktur nur minimal entwickelt. Gemessen an der Größe des Schutzgebietes fehlt finanzielle Unterstützung für die Ausrüstung der Parkmitarbeiter sowie für moderne Kommunikations- und Überwachungstechnik, um Lomami effektiv und langfristig zu schützen.

Erforschung und Aufbau des Lomami Nationalparks

Erkundung und Vermessung/Kartierung der Region

Seit 2007 erkunden und dokumentieren Terese Hart und ihr Team die Region in und um Lomami. Bisher wurden dabei mehr als 5.500 Kilometer Strecke zu Fuß und in Booten zurückgelegt. Die Daten dienen zur besseren Planung des Parkschutzes und tragen auch zum globalen Wissen um die Verbreitung verschiedener Arten bei.

Monitoring der Tierpopulationen und der illegalen Jagdaktivitäten
Im Park finden regelmässig Patrouillen statt, die von TL2 Mitarbeitern und ICCN Rangern gemeinsam durchgeführt werden. Sie dienen sowohl der Datenerhebung als auch dem direkten Schutz des Parkes. Sie erheben Daten u.a. zu Artenvielfalt und -verbreitung, als auch zum Vorkommen von illegalen Aktivitäten (wie Wilderei).

Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden

Die Menschen im Gebiet zu stärken, ist ein zentraler Bestandteil unserer Naturschutzarbeit. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung entwickeln wir alternative, nachhaltige Einkommensmöglichkeiten und helfen dabei, die Menschen an der Entwicklung des Nationalparks zu beteiligen. Gleichzeitig unterstützen wir einzelne Gemeinden bei der Registrierung ihrer Community Conservation Concession.

Die Entstehung eines Nationalparks: Blog von Terese Hart

Seit 2007 dokumentiert Terese Hart die Arbeit ihres Teams. Sie schreibt über die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, die zur Gründung des Nationalparks beigetragen hat und über die Herausforderungen ihrer Arbeit im afrikanischen Busch. --> Searching for Bonobos in Congo.