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Virunga - Naturschutz am Hang der Vulkane

Virunga ist Afrikas ältester Nationalpark. In seiner biologischen und geologischen Vielfalt ist er unerreicht.

Gorilla
Mountain Gorilla (Photo: Felix Borner)

Einer der ersten Naturschützer, der die Bedeutung von Virunga entdeckte, war Professor Bernhard Grzimek, der bereits vor mehr als fünfzig Jahren für den Schutz dieses außergewöhnlichen Parks kämpfte. Unglücklicherweise stand und steht diese Region an der Grenze der Demokratischen Republik Kongo zu Ruanda seit Jahrzehnten unter dem Einfluss anhaltender Konflikte und Bürgerkriege.

 

Neben den notleidenden Menschen in Ostkivu und unzähligen Flüchtlingen, sind auch die Berggorillas und Schimpansen Opfer dieser Konflikte. Es existieren noch rund 800 Berggorillas (Gorilla beringei beringei), von denen ungefähr die Hälfte in den Wäldern an den Hängen der Virunga-Vulkane lebt. Ein Hauptaugenmerk der ZGF lag in den letzten Jahren auf einem kleinen Teil des Parks, dem „Tongo Forest“, da in dieser Region rund 30 Schimpansen leben.

 

Fruchtbare vulkanische Erde macht die Region zu einem der am dichtesten besiedelten und landwirtschaftlich genutzten Gebiete in Afrika. Der Park ist von Kornfeldern umgeben und in den Dörfern und Siedlungen leben mehr als fünfhundert Menschen pro Quadratkilometer. Die Holzkohle, mit der die Haushalte 98 Prozent ihres Energiebedarfs decken, wird aus den Hartholzbäumen des Parks gewonnen. 

 

Für die Flusspferde, Elefanten, Gorillas und Schimpansen von Virunga stellt die Zerstörung ihres Lebensraums sowie der kontinuierliche Anstieg der Wilderei eine erhebliche Bedrohung dar. Ohne regelmäßige Überwachung und den Schutz durch die Nationalpark-Ranger würden die Wälder und ihre Bewohner rasant schnell verschwinden. 

Wie unterstützen wir Virunga konkret?

Wir haben die Parkbehörden ICCN über viele Jahre und mit einer Vielzahl von Aktivitäten unterstützt:


  • Die Infrastruktur des Virunga Nationalparks Parks wurde verbessert
  • Aus- und Fortbildung für die ICCN-Mitarbeiter und unsere Partner
  • Management: Entwicklung eines Generalmanagementplans für den Park
  • Schutz der Gorillas: Unterstützung für die Nationalpark-Ranger bei ihrer Anti-Wilderer-Ausbildung und bei der Überwachung der Gorillas
  • Monitoring: Datenerhebung über die Nutzung von natürlichen Ressourcen sowie zu Aufwand und Benefits der Gemeinden beim Schutz der Wildtiere
  • Tourismus: Unterstützung bei der Entwicklung von Ökotourismus
  • Betriebsmittel: Medikamente, medizinische Geräte sowie Ausrüstung und Verpflegung für die Ranger wurden und werden von uns zur Verfügung gestellt
  • Kommunale Entwicklung: Wir fördern den Bildungsaustausch zwischen den benachbarten Gemeinden.