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Serengeti-Ökosystemmanagement

Natur schützen – Menschen stärken

Das Serengeti-Ökosystem ist ein Mosaik aus Schutzgebieten und Gemeindeland. Im Jahresverlauf durchwandern Wildtiere das gesamte Gebiet. Der Schutz der Wildnis und die Förderung der nachhaltigen Entwicklung der Gemeinden gehen Hand in Hand.

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt arbeitet mit den im Ökosystem lebenden Menschen zusammen, damit sie sich für seine Erhaltung engagieren und gleichzeitig auf nachhaltige Weise für ihren Lebensunterhalt sorgen können.

Die Einheimischen sind oft auf natürliche Ressourcen und Ökosystemleistungen angewiesen, aber Ressourcenübernutzung trägt zum Verlust von Biodiversität und Lebensraum bei.

Das Projekt Serengeti Ökosystemmanagement (Serengeti Ecosystem Management, SEMA) hat das Ziel, Alternativen für Gemeinden zu fördern, Einkommen zu verdienen und vom Naturschutz zu profitieren, und damit auch Anreize für die Erhaltung des Serengeti-Ökosystems zu schaffen.

Was wir tun

Die ZGF ist seit über 50 Jahren in der Serengeti aktiv. Wir arbeiten eng mit unseren Partnern vor Ort zusammen, um den Naturschutz über die Nationalparkgrenzen hinaus auszuweiten. Zu unseren Partnern gehören der Serengeti-Nationalpark, die tansanische Wildtierbehörde Wildlife Division, die Serengeti-, Ngorongoro- und Meatu-Distriktregierungen und das Tanzania Wildlife Research Institute.

SEMA verfolgt unterschiedliche Strategien, um den Erhalt des Ökosystems mit der Verbesserung der Lebensgrundlagen zu verbinden:
Naturschutz-Genossenschaftsbanken
Armutsbekämpfung ist ein wichtiger Teil des Naturschutzes. Die ZGF unterstützt Naturschutz-Genossenschaftsbanken (Community Conservation Banks, COCOBAs). COCOBAs sind ein Spar- und Bankkreditmodell, das den Druck auf natürliche Ressourcen verringern und wirtschaftliche Chancen bieten soll. Mitglieder zahlen in die Bank ein und können im Gegenzug Darlehen aufnehmen, um naturschutzfreundliche Unternehmen wie Imkerei, Hühnerzucht und Baumschulen aufzubauen. Die ZGF wirkt beim Marketing und der Geschäftsentwicklung für Mitglieder in mehreren Bezirken rund um den Serengeti-Nationalpark mit.
Gemeindebasiertes Management natürlicher Ressourcen
Die ZGF unterstützt lokale Dorfgemeinschaften darin, sich in die Erhaltung und Bewirtschaftung des Ökosystems einzubringen. Wildlife Management Areas (WMAs) sind Schutzgebiete, die von Dorfgemeinschaften auf ihrem Land eingerichtet werden, um ein Einkommen, etwa durch Tourismus, zu erwirtschaften. Die ZGF wirkte bei der Gründung von zwei WMAs im Serengeti-Ökosystem mit (Makao und Ikona) und unterstützt nun die Verwaltung und den Schutz dieser Gebiete.

Die ZGF ist auch an der Einrichtung von Waldschutzgebieten im Loliondo-Hochland beteiligt, die von den Dorfgemeinden verwaltet werden. Diese Wälder sind ein wichtiges Wassereinzugsgebiet und die Quellregion des Grumeti-Flusses, einer ganzjährigen Wasserquelle für Wildtiere in der Serengeti.
Naturschutz-Wettbewerb: Conservation for Development
Gemeinsam mit dem Serengeti-Nationalpark und den Distriktregierungen entwickelt die ZGF Mechanismen zur gerechten Leistungsverteilung und Wertschöpfung. Die „Serengeti Conservation for Development Challenge“ ist ein Weg, die Transparenz zu erhöhen. Der Wettbewerb belohnt Dörfer, die sich für den Naturschutz engagieren.
Landnutzungsplanung
Die ZGF erarbeitet gemeinsam mit Dorfgemeinschaften und Distriktregierungen wissenschaftlich basierte Landnutzungspläne. Die partizipative Landnutzungsplanung unterstützt Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung, indem sie die Eigentumsrechte der Gemeinden stärkt, die Wertschöpfung aus der Nutzung natürlicher Ressourcen verbessert und Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren mindert.
Anlässlich des World Wildlife Day am 3. März 2017 hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung dieses Video zu unserer Zusammenarbeit im Serengeti-Ökosystem veröffentlicht: