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Biodiversität - Vielfalt des Lebens

Biodiversität beschreibt das Leben auf der Erde schlechthin. Dazu gehört die Vielfalt der Gene, der Arten und der Ökosysteme. Immer stärker verändern und reduzieren wir diese Vielfalt, die in Millionen von Jahren entstanden ist. Dabei hängt letztendlich unsere eigene Existenz von ihr ab. Wir sollten unseren Kindern und Enkeln eine reichhaltige, lebenswerte und faszinierende Welt hinterlassen.

Bei der Suche nach den komplexen Zusammenhängen des Lebens kreierten Wissenschaftler vor gut 20 Jahren das Kunstwort »Biodiversität«, zusammengekürzt aus biological diversity – auf Deutsch: biologische Vielfalt. Mit diesem einen Wort Biodiversität lässt sich die Grundlage des Lebens auf der Erde beschreiben. Dabei werden drei Ebenen der Vielfalt unterschieden: die der Gene, der Arten und der Ökosysteme.  

Genetische Vielfalt

Die erste Ebene umfasst die Vielfalt innerhalb derselben Art. Dass sich selbst nah verwandte Organismen voneinander unterscheiden, zeigt schon der Blick auf die eigenen Eltern oder Kinder. Will man also eine Art erhalten, reicht es nicht, nach dem Noah-Prinzip ein Pärchen in einen Zoo aufzunehmen oder eine Samenbank einzurichten. Denn damit würde aus der Fülle der genetischen Information nur ein Bruchteil erhalten bleiben. Will man genetische Vielfalt bewahren, müssen möglichst viele unterschiedliche Individuen einer Art überleben. 

Artenvielfalt

Jeder kann sich unter Tier- und Pflanzenarten etwas vorstellen. Nur leider kennen wir die allermeisten Arten gar nicht. Rund zwei Millionen Tier- und Pflanzenarten sind bekannt, tatsächlich gibt es schätzungsweise mindestens zehnmal so viele. Die meisten davon sind Insekten, die in den tropischen Regenwäldern leben. 

Vielfalt der Ökosysteme

Bei den Ökosystemen geht es um die komplexe Beziehung zwischen den Arten und ihrer Umwelt, und vor allem geht es um Dynamik. Arten sind nicht statisch. Sie verändern sich nach den Gesetzen der Evolution. Und so brauchen wir ausgedehnte natürliche Wälder, große Korallenriffe, riesige Savannen und all die anderen Ökosysteme, die die Vielfalt dieser Erde ausmachen, damit auch genügend genetische Information und unterschiedliche Arten erhalten bleiben. 

Karina Vargas, ZGF-Team Peru Nahrung, potentielle Medikamente aus der Natur, eine gesunde Umwelt - für all das ist biologische Vielfalt die Basis. Karina Vargas, ZGF-Team Peru

Die Vielfalt der Natur ist die Grundlage unseres Lebens und der globalen wirtschaftlichen Entwicklung. Sie ist Vorbild für technische Innovationen und trägt zum Klimaschutz bei. Was Arten und Ökosysteme leisten – von der Bestäubung der Kulturpflanzen bis hin zur Abfallbeseitigung und Reinigung von Wasser und Böden –, ist unermesslich.

 

Wir sind selbst Teil der Natur und fühlen uns auch emotional mit ihr verbunden. Die biologische Vielfalt ist das Kapital dieser Erde, entstanden in 3,5 Milliarden Jahren Evolution, und mit jeder ausgerotteten Art schmälern wir die Ertragsbasis und die Möglichkeiten kommender Generationen, frei über ihre Entwicklung zu entscheiden. Ausgelöschte genetische Information, weniger Arten und geschädigte Ökosysteme verringern die Zukunftschancen unserer Kinder und Enkel. 

A lizard in the Yaguas, Peru. © Daniel Rosengren

Schutz artenreicher Regionen

Mehr als drei Viertel aller Arten konzentrieren sich auf 20 Prozent der Erdoberfläche. Die Tropenzone ist dabei von höchster Bedeutung. Wenn Zeit und finanzielle Ressourcen knapp sind und Konflikte zwischen Nutzung und Schutz dramatisch zunehmen, dann ist es geradezu zwingend, dass man sich auf besonders artenreiche Regionen - auf die Schatzkammern dieses Planeten - konzentriert.

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Sunset behind tree

Unsere Projektregionen

Riesige, unberührte Landschaften, in denen natürliche Prozesse unbeeinflusst vom Menschen ablaufen, das ist Wildnis. Der Schutz von Wildnisgebieten ist der Schwerpunkt unserer Arbeit - im tropischen Regenwald Perus genauso wie in den Savannen Afrikas.

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