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Ökologisches Monitoring

Die Tier- und Pflanzenbestände in einem Ökosystem zu kennen und über Boden, Klima oder Wasser dort Bescheid zu wissen, ist die Grundlage für jegliche Naturschutzarbeit. Genauso wichtig ist es aber auch, deren Veränderungen zu beobachten und zu bewerten. Denn nur so wissen wir, wo Handlungsbedarf besteht, wo sich ein Problem anbahnt und ob das, was wir im Rahmen unserer Naturschutzarbeit tun, auch wirklich einen positiven Effekt hat. Ökologisches Monitoring, so nennt man die Überwachung der wichtigsten Parameter in einem Ökosystem. 

 

Geht es beispielsweise darum, riesige Bestände von großen Säugetieren in offener Landschaft zu erfassen, kann eine Zählung aus der Luft der richtige Ansatz sein. In Afrika zählen wir mit unseren Kleinflugzeugen beispielsweise Gnus oder Elefanten. In Kasachstan werden die Saigas in der weiten Steppe aus der Luft erfasst. Mithilfe standardisierter und statistischer Methoden kann man dann fundierte Schätzungen der Populationsgrößen vornehmen und die Ergebnisse verschiedener Zählungen miteinander vergleichen. 

Inzwischen sind 8 ZGF-Flugzeuge über Projektgebieten in Afrika im Einsatz und liefern wertvolle Informationen aus der Luft. Übrigens: Auch am Steuerknüppel sitzen die Kollegen der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.

Selfhtml Regelmäßiges Monitoring zeigt uns, ob das was wir tun, auch wirklich effektiv ist. ZGF Geschäftsführer Christof Schenck

Die Wanderung der Gnus in der Serengeti

Serengeti Wildebeest Census 2015, photo: Daniel Rosengren

Seit 1985 zählt die ZGF die wandernden Gnuherden der Serengeti aus der Luft. Gemeinsam mit dem tansanischen Wildtierforschungsinstitut TAWIRI (Tanzania Wildlife Research Institute) und TANAPA (Tanzania National Parks) werden die Gnus im Serengeti-Ökosystem gezählt. Normalerweise findet diese Zählung alle zwei bis maximal drei Jahre statt.

Serengeti Conservation 

Simbabwe ist Raubtierland

Im Gonarezhou Schutzprojekt in Zimbabwe überwachen wir die Raubtierpopulationen (beispielsweise Hyänen, Wildhunde, Leoparden oder Löwen) gemeinsam mit dem African Wildlife Conservation Fund und der simbabwischen Nationalparkbehörde ZPWMA (Zimbabwe Parks and Wildlife Management Authority). 

Gonarezhou Schutzprojekt

Untersuchung der vom Aussterben bedrohte Elefanten auf Sumatra

Der Sumatra-Elefant (Elephas maximus sumatranus) ist eine endemische Art. Seit 2012 untersuchen wir mithilfe von GPS-Halsbändern und speziell ausgebildeten Trackern, die Bewegungen der Elefantengruppen rund um den Bukit Tigapuluh Nationalpark. Durch die rasante Ausbreitung von riesigen Ölpalm- oder Akazienplantagen schwindet der Lebensraum der Elefanten dramatisch. Wir untersuchen, wie die Elefanten auf den Lebensraumverlust reagieren. Darüber hinaus versuchen wir zu verhindern, dass es zu Konfliken zwischen den Elefanten und den Bauern kommt, deren Felder die Tiere zertrampeln und abfressen.

Bukit Tigapuluh Landschaftsschutzprogramm

Europas einzige Antilope in der Steppe Kazachstans

Saiga Census 2016 Kazakhstan, with Deutsche Welle, Photo: Axel Warnstedt

Die Expertise, die wir in den vergangenen Jahrzehnten bei Tierzählungen in Afrika gesammelt haben, setzen wir auch in Kasachstan ein, um die Bestandsgröße der Saigas aus der Luft zu ermitteln. Seit 2009 werden einzelne Saigas mit Satellitenhalsbändern ausgestattet, um ihre Wanderwege zu verfolgen. Die gesammelten Informationen helfen dabei, den Schutz der Tiere zu verbessern, etwa um Rangerpatrouillen gezielter dort durchzuführen, wo die Tiere wandern. Zusätzlich werden jährlich einmal die frisch geborenen Kälber gezählt, gemessen, gewogen und markiert, um Daten über den Populationszuwachs und die Entwicklungsdynamik zu gewinnen.
Schutz von Steppen und Saiga Antilopen in Kasachstan

Riesenotter - eine Schlüsselart in Peru

Seit mehr als 25 Jahren untersuchen Biologen und Feldforscher der ZGF die Population der Riesenotter (Pteronura brasiliensis) im Manu-Nationalpark in Peru, einer der artenreichsten Regionen der Erde. Die Riesenotter besetzen eine Schlüsselposition im fragilen Ökosystem des Amazonastieflandes. Je besser wir das Verhalten dieser Art verstehen, desto besser können wir zu ihrem Schutz und zur Erhaltung des Lebesnraums beitragen. Zweimal im Jahr untersuchen Biologen und Feldforscher die Populationen in Manu Nationalpark sowie im Tambopata Schutzgebiet in Peru.

Von den Anden bis zum Amazonas: Das Regenwaldschutzprogramm in Peru

Plane Selous Census 2013 (Daniel Rosengren)

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Schon mit kleinen Beiträgen können beispielsweise die Betriebskosten eines Kontrollfluges gedeckt werden.

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