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Wilderei verhindern

Wilderei ist eine der großen Herausforderungen zahlreicher Nationalparks und Schutzgebiete. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt setzt sich weltweit in den Projektgebieten für mehr Stabilität und Sicherheit in den Schutzgebieten ein, denn sie sind die Grundlage für erfolgreichen Naturschutz.

In den vergangenen Jahren hat das illegale Töten ungeahnte Ausmaße erreicht. Besonders afrikanische Elefanten und Nashörner sind von der Wilderei bedroht. Elfenbein ist als Material für Kunstprodukte begehrt und dem Horn der Nashörner werden in Asien besondere Kräfte zugeschrieben. Die immensen Schwarzmarktpreise für das Elfenbein der Elefanten und das Horn der Nashörner machen die Wilderei lukrativ.

Die Wilderei gefährdet nicht nur den Fortbestand von Elefanten und Nashörnern, sondern auch die Lebensgrundlage vieler Menschen.

Für viele afrikanische Staaten steht eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen ihres Landes auf dem Spiel: die großen Wildnisgebiete und deren Reichtum an Arten. Mit Naturtourismus als einem der größten Devisenbringer der Länder, wird damit auch deren wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigt.

Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, dass die Wilderei in unseren Projektgebieten gestoppt wird.

Gerald Bigurube, ZGF-Programmleiter Tanzania Wir helfen den afrikanischen Nationalparks dabei, die Wilderei vor Ort einzudämmen - mit mehr Rangern, besserer Ausrüstung, Luftüberwachung und Spürhunden. Gerald Bigurube, ZGF-Programmleiter Tanzania

Aus- und Weiterbildung der Parkranger

Wir unterstützen die Ausbildung qualifizierter Ranger in unseren Projekten, denn sie bilden das Rückgrat unserer Bemühungen, große Lebensräume erfolgreich zu schützen. Wir fördern in erster Linie Ranger, die bereits in Schutzgebieten stationiert sind. Wo erforderlich, beispielsweise in unserem Projekt auf Sumatra, fördern wir auch den Aufbau von Rangertruppen in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden. 

SMART: Technologie erschwert Wilderei

Zusammen mit anderen, prominenten Naturschutzorganisationen haben wir eine Software names SMART (Spatial Monitoring and Reporting Tool) entwickelt, die beispielsweise Positionsdaten von Rangerpatroullien ermittelt und samt ihren Beobachtungen dokumentiert. Diese Daten liefern eine sehr gute Hilfestellung bei der Erkennung von Wilderei-Hotspots und ermöglichen einen sehr gezielten Einsatz von Rangerkräften. 

Hundenasen gegen Wilderer

Damit Wilderei nicht nur eingedämmt, sondern auch strafrechtlich verfolgt werden kann, nutzen wir in einigen Projekten Spürhunde. Die Hunde werden beispielsweise auf die Gerüche von Elfenbein, Nasenhorn, Waffen oder Munition trainiert. Zusammen mit einem Hundeführer und einem Rangerteam verfolgen sie die Spuren der Wilderer oder stöbern bei Fahrzeugkonrollen gewilderte Produkte auf. Dies hilft einerseits bei der strafrechtlichen Verfolgung von Wilderern, dient aber auch bei der Abschreckung vor neuen Taten.

Überwachung aus der Luft

Viele der Schutzgebiete sind so groß und teilweise so unwegsam, dass ein effizienter Schutz vor Wilderern zu Fuß oder mit einem Auto unmöglich ist. Deswegen nutzen wir Flugzeuge, um Projektgebiete aus der Luft zu kontrollieren. Dank unserer Förderer können wir in allen Projektgebieten in Afrika unsere Partner mit Beobachtungen aus der Luft unterstützen.

Zentrale Steuerung der Wildereibekämpfung

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Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet den Operations Room in der Serengeti.
In vielen unserer Projektgebiete unterstützen wir die Nationalparks bei der Einrichtung von sogenannten "Operation Rooms". In diesen Zentralen laufen die Fäden der Wildereibekämpfung und des Parkschutzes zusammen. Dort werden die Ergebnisse der Rangerpatroullien gesammelt, Einsätze geplant und gezielt Maßnahmen gegen Wilderer organisiert. Hier unterstützen wir die Nationalparkverwaltungen bei der Einrichtung von digitaler Kommunikation, der Visualisierung von Informationen und der strategischen Verwendung der Einsatzkräfte.
Fungi on dead wood

Die Naturschutzarbeit der ZGF

Wer im Naturschutz etwas erreichen, will braucht einen langen Atmen und engagierte Menschen. Herausforderungen und Lösungsansätze sind vielfältig. Seit Gründung der ZGF haben wir uns immer weiter spezialisiert. Zu unseren Aufgaben gehören heute die Ausbildung von Rangern, die Förderung und Steuerung internationaler Naturschutzprojekte sowie die Forschung und das ökologische Monitoring der Projektgebiete.

Die Naturschutzarbeit der ZGF