Ein Schwergewicht unter den Naturschutzstiftungen

Vor 25 Jahren wurde unsere Stiftung Hilfe für die bedrohte Tierwelt gegründet – seitdem ist sie eine solide Finanzierungssäule der ZGF.

27.03.2026, FZS

„100 Millionen? Nein, das hätte ich mir vor 25 Jahren nicht vorstellen können.“ Für Gerhard Kittscher ist die Stiftung Hilfe für die bedrohte Tierwelt eins seiner Babys. Eins, das ganz gewaltig gewachsen ist und auf das er kurz vor seinem 90sten Geburtstag mit Stolz blicken darf. Denn er hat die Stiftung gemeinsam mit dem ZGF-Finanzteam zu dem gemacht, was sie heute ist: eine der ganz großen Naturschutzstiftungen in Deutschland.

Dabei wurde die Stiftung ein bisschen aus der Not heraus geboren. „Es gab eine Interessensgruppe innerhalb der ZGF-Mitglieder, wir nannten sie die Berliner Gruppe, die wollte, dass wir Gelder in Projekte eines Professors in Berlin investieren“, erinnert sich Gerhard Kittscher. Da die Zoologische Gesellschaft Frankfurt ein Verein ist, wurde dem Vorstand Ende der 1990er-Jahre klar: man sollte dringend Kapital von der ZGF in eine Stiftung umschichten, um es dem Zugriff einer durchaus volatilen Gruppe von Mitgliedern zu entziehen.

Im August 2000 stimmte die Mitgliederversammlung nach heftiger Debatte mehrheitlich für die Errichtung einer Stiftung und am 30. März 2001 wurde diese amtlich. Mit der Übergabe der Stiftungsurkunde durch Regierungspräsident Gerold Dieke an den damaligen ZGF-Präsidenten Gerhard Kittscher war alles in trockenen Tüchern. 65 Millionen D-Mark (etwa 28 Mio. Euro) waren vom Vereinskapital ins Stiftungskapital überführt worden.

Das Stiftungskapital wird seitdem nicht angefasst. Lediglich die erwirtschafteten Erträgnisse werden ausgeschüttet – und zwar ausschließlich für die Naturschutzarbeit der ZGF.

Der ehemalige ZGF-Präsident und Stiftungsratsvorsitzende Gerhard Kittscher im Gespräch.
Der ehemalige ZGF-Präsident und Stiftungsratsvorsitzende Gerhard Kittscher im Gespräch.

Zustiftungen, Erbschaften und gute Investments

Mit einer Bilanzsumme von rund 101 Millionen Euro hat die ZGF-Förderstiftung heute eine mehr als solide Grundlage. Im Jahr 2025 konnte sie aus ihren Erträgnissen 2,8 Millionen Euro an die ZGF ausschütten.

Zustiftungen, eine Reihe von Erbschaften und Schenkungen aber auch exzellentes Finanzmanagement haben das Vermögen der Stiftung in einem Vierteljahrhundert von 28 auf über 100 Millionen anwachsen lassen, von dem etwa ein Drittel in Immobilien steckt. „Da gab es eine Hamburger Rechtsanwältin, die fünf gut vermietete Mehrfamilienhäuser in Frankfurt hatte und uns diese vermacht hat“, erinnert sich Gerhard Kittscher an eine der größten Immobilienschenkungen während seiner Zeit als Stiftungsratsvorsitzender. Generell werde immer geprüft, so Kittscher, ob die Stiftung eine ihr vermachte Immobilie behalte und oder verkaufe. Etwa acht Immobilien sind heute im Besitz der Stiftung. Auch hat die Stiftung Mietwohnungen im Frankfurter Umfeld selbst gebaut.

Bei den Finanzanlagen folgt die Stiftung, genau wie die ZGF, strikten ethischen und ökologischen Grundsätzen. Nicht alles, was gute Rendite verspricht, wird ins Portfolio genommen. „Immer wieder haben uns die Vermögensverwalter der Banken geraten, Gold in unsere Investments aufzunehmen. Aber das kommt gar nicht in Frage“, sagt Kittscher. Wer die Naturzerstörung durch Goldabbau in Peru gesehen habe, brauche da gar nicht lange nachzudenken.

Schlaues Finanzierungsinstrument

Was vor 25 Jahren mit dem Gedanken entstanden war, einen sicheren Hafen für das Kapital der ZGF zu schaffen, ist zu unserer wichtigsten und zuverlässigsten Finanzierungssäule geworden. Und die Aussichten, dass die Stiftung auch weiterhin wächst, sind gut. Durch Zustiftungen, Namensfonds oder Treuhandstiftungen bietet die Stiftung Hilfe für die bedrohte Tierwelt eine sehr attraktive Plattform für Menschen, die gerne dauerhaft und gut aufgehoben Vermögen für den Naturschutz anlegen möchten.

Gerhard Kittscher im Gespräch mit Dagmar Andres-Brümmer, Leiterin der Kommunikationsabteilung des ZGF.

Die jährlichen Stiftungserträge bilden das stabile Fundament der Arbeit der ZGF. Sie sichern die Finanzierung zentraler Strukturen und ermöglichen zugleich den Aufbau von Reserven. Beides gewährleistet unsere langfristige Handlungsfähigkeit und Unabhängigkeit.

Das Gute daran: die Stiftungserträge entfalten eine Hebelwirkung für zusätzliche Spendenmittel. Denn diese fließen gezielt in unsere Naturschutzprogramme. Und für Spenderinnen und Spender heißt das: Ihr Engagement ist nicht nur kurzfristig wirksam, sondern Teil einer langfristig angelegten, stabil finanzierten Gesamtstrategie. Sie investieren in eine Organisation, deren Bestand gesichert ist – und deren Wirkung durch zusätzliche Mittel gezielt skaliert werden kann.

Erfahren Sie hier mehr über die Stiftung „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“

Kontakt

Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V.
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt

Telefon: +49 (0)69 - 94 34 46 0
Fax: +49 (0)69 - 43 93 48
E-Mail schreiben

Unsere Geschäftsstelle finden Sie im Zoogesellschaftshaus 1. Stock
Anfahrt