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Für eine wilde Welt

1858 wurde die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) gegründet, um einen Zoo in Frankfurt zu etablieren. Damals lebten 1,2 Milliarden Menschen auf der Erde. Klimawandel war kein Thema.

1958 begannen Bernhard Grzimek und die ZGF damit, afrikanische Nationalparks finanziell zu fördern, um Natur, Wildnis und Tiere zu schützen.

2018 – zum 160. Geburtstag der ZGF – lebten 7,6 Milliarden Menschen auf unserem Planeten und bis 2050 werden es UN-Hochrechnungen zufolge 9,8 Milliarden sein. Zusätzlich wird der Klimawandel viele Landstriche stark beeinflussen und verändern.

Um die Lebensgrundlagen der Menschen auf lange Sicht zu erhalten, müssen wir dringender denn je die natürlichen Ressourcen schützen. Das ist die Geschichte der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.

Zeitstrahl

1857

Frankfurter Bürger bilden ein provisorisches Komitee zur Einrichtung eines Zoos.

7. März 1858

Rechtsgültige Gründung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt am Main.

29. März 1874

Eröffnung des Frankfurter Zoos am heutigen Standort im Frankfurter Stadtteil Ostend.

2. August 1915

Der Zoo wird von der Stadt Frankfurt übernommen und die Zoologische Gesellschaft wird aufgelöst.

1943/44

Im Zweiten Weltkrieg wird der Zoo durch Bombenangriffe weitgehend zerstört.

1. Mai 1945

Bernhard Grzimek wird zum Direktor des zerstörten Zoos ernannt.

15. Februar 1950

Gründung des Vereins Zoo-Gesellschaft zur Förderung des Frankfurter Zoos.

1957

Bernhard Grzimek und sein Sohn Michael fliegen Ende 1957 in ihrem zebragestreiften Kleinflugzeug Do27 von Egelsbach nach Tansania. 1958 machen sie die erste Tierzählung und legen den Grundstein für unsere heutige Naturschutzarbeit.

22. Juli 1958

Der alte Name kommt zurück. Bernhard Grzimek beantragt, den Verein in „Zoologische Gesellschaft Frankfurt am Main von 1858“ umzubenennen.

1959

Im Januar 1959 kommt Michael Grzimek bei einem Flugzeugunfall ums Leben. Im selben Jahr erscheinen das Buch und der Kinofilm „Serengeti darf nicht sterben“. Der Film erhält 1960 einen Oscar.

1961

Die Spendenaktion „Für bedrohte Wildtiere“ wird eingerichtet, aus der ab 1962 „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“ wird.

23. März 1962

Die Mitgliederversammlung beschließt, dass „Naturschutz“ Satzungsziel der ZGF wird. Ab da heißt es „Die Gesellschaft unterstützt die Erhaltung von Tieren und Pflanzen im In- und Ausland und lässt diesen Bestrebungen ihre Hilfe zuteilwerden.“

1974

Die Mitgliederversammlung beschließt die Namensänderung in „Zoologische Gesellschaft von 1858, Frankfurt am Main“. Zudem gibt es eine entscheidende Änderung der Satzung: Naturschutz und Zoo werden klar als zwei getrennte Satzungszwecke hervorgehoben.

1983

Das Afrika-Büro entsteht, Markus Borner geht in die Serengeti.

1986

Beginn des Schutzprogramms für den North Luangwa Nationalpark in Sambia.

1987

Richard Faust wird ZGF-Präsident (bis 2000).

1990

Christof Schenck und Elke Staib gehen nach Peru und legen den Grundstein für das Peru-Programm der ZGF.

1996

Beginn der Zusammenarbeit mit der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg mit dem Ziel, ehemaliger Militärübungsflächen als große, zusammenhängende Wildnisgebiete in Deutschland zu schützen.

2001

Gründung der Förderstiftung „Hilfe für die bedrohte Tierwelt“, Gerhard Kittscher wird ZGF-Präsident.

2002

Beginn der Naturschutzarbeit in Indonesien zur Erhaltung der Sumatra Orangutans.

2002

Gründung der peruanischen Organisation „AVISA SZF Peru“

2004

Beginn des Schutzprojekts in den Bale Bergen Äthiopiens.

2006

Das Projekt „Naturschutzbotschafter“ läuft an.

2007

Start des Schutzprojekts im Gonarezhou Nationalpark, Simbabwe

2007

Gründung der US-Organisation Grzimek’s Help for Threatened Wildlife, heute FZS-US.

2008

Die ZGF wird 150 Jahre alt. Trotz Unterbrechungen war und ist die ZGF dauerhaft Bestandteil der Frankfurter Zoo- und Naturschutzgeschichte.

24. April 2008

Stadt Frankfurt würdigt Bernhard Grzimek mit eigenem Straßennamen: Ein Teil der Frankfurter Straße am Tiergarten bekommt den Namen des ehemaligen Zoodirektors.

2010

Start des Schutzprojekts im Kon-Ka-Kinh-Nationalpark in Vietnam.

2013

ZGF erhält den KfW-Bernhard-Grzimek-Preis.

2014

Klaus Becker wird neuer Präsident der ZGF.

2015

Bundespräsident Joachim Gauck besucht die Serengeti und das ZGF-Team in Seronera.

2016

Simbabwe: Gründung des Gonarezhou Conservation Trust

2019

Ludwig-Bergsträsser-Preis für die ZGF in Deutschland und TAWIRI Award in Tansania.