Die Yaguas-Putumayo-Landschaft am Unterlauf des Putumayo-Flusses umfasst große zusammenhängende Waldgebiete und gesunde aquatische Ökosysteme. Damit ist sie ein wichtiger biologischer Korridor, der Südkolumbien mit Nordperu sowie Brasilien verbindet. Wasser- und landlebende Tiere können sich in der Region noch ungehindert ausbreiten und die Populationen sind miteinander verbunden.

Mehr als 3.000 Pflanzenarten und 706 Wirbeltierarten wurden 2019 hier dokumentiert: Damit ist das Gebiet eines der artenreichsten im peruanischen Amazonasgebiet. Die Yaguas-Putumayo-Landschaft ist die Heimat vieler gefährdeter Tierarten wie Rosa Flussdelfin, Südamerikanische Seekuh, Riesenotter, Ameisenbär und Wollaffe.

Spezialistinnen und Spezialisten haben herausgefunden, dass im Flusseinzugsgebiet des Yaguas-Flusses die diverseste Fischfauna Perus lebt: Über 65 Prozent aller peruanischen Fischarten kommen hier vor, auch wirtschaftlich wertvolle Arten wie Arapaima und Welse sowie der Zierfisch Arawana.

Außerdem besteht eine kulturelle Verbindung zwischen den verschiedenen indigenen Gruppen Kolumbiens und Perus, die denselben Sprachfamilien angehören und zwischen denen traditionelle informellen Vereinbarungen existieren, in Zeiten der Not ihre Ressourcen miteinander zu teilen.

Zur Landschaft gehört der noch recht junge Yaguas-Nationalpark und die benachbarten Schutzgebiete, die zusammen 14.146 Quadratkilometer artenreicher Gebiete im nordwestlichen Teil Perus umfassen und einen großen Wildtierkorridor zu Brasilien und Kolumbien bilden.

Quick Facts

So arbeiten wir in der Yaguas-Putumayo-Landschaft

Schutzgebietsmanagement

  • Unterstützung der Parkverwaltung und der Zivilgesellschaft beim Management der Schutzgebiete sowie bei der Erstellung eines Managementplans und der Etablierung eines Managementkomitees

Schutzgebietsüberwachung

  • Fernerkundung mittels hochauflösender Satellitenbilder, Überflügen und zivilen Drohnen, um illegale Aktivitäten aufzudecken
  • Unterstützung der nationalen Schutzgebietsbehörde SERNANP bei Einsätzen gegen illegale Aktivitäten in den Kern- und Pufferzonen der Schutzgebiete

Ökologisches Monitoring

  • Jährliches Monitoring der Riesenotter und der Amazonas-Seekühe, die Indikatorarten für ein gesundes Ökosystem sind
  • Jährliches Monitoring der Baumbedeckung und der Entwaldung
  • Unterstützung bei der wissenschaftlichen Forschung, z. B. über Fische

Ausweisung von neuen Schutzgebieten

  • Unterstützung bei der Ausweisung des Kommunalreservats „Unterer Putumayo“, das an den Yaguas-Nationalpark angrenzt und das Gebiet von 13 Gemeinden schützen wird
  • Die Kategorie „Kommunalreservat“ ermöglicht das Management eines Schutzgebietes gemeinsam mit Anrainergemeinden und erlaubt ihnen eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen

Umweltbildung

  • Sensibilisierung für die Bedeutung der biologischen Vielfalt und die Vorteile, die Schutzgebiete für die Gemeinden bieten
  • Aufbau eines gemeindebasierten Monitorings, um den Schutz der Lebensräume der Amazonas-Seekuh im Yaguas-Flusssystem sicherzustellen
  • Reduzierung der Umweltverschmutzung entlang der kommunalen Gewässer im Einzugsgebiet am Unterlauf des Putumayo-Flusses
  • Unterstützung von Behörden, Anwohnerinnen und Anwohnern bei der Teilnahme an Veranstaltungen, die den Schutz der Landschaft verbessern sollen

Nachhaltige Ressourcennutzung

  • Unterstützung der Gemeinden, die am Unterlauf des Putumayo-Flusses und am Ampiyacu-Fluss leben, u. a. um die Nutzung der natürlichen Ressourcen nachhaltig zu gestalten und Einkommensmöglichkeiten zu verbessern
  • Förderung nachhaltiger Fischfangmethoden in den Gemeinden am Unteren Putumayo

Bi-nationale Koordination mit Kolumbien

  • Entwicklung einer gemeinsamen Strategie zur Überwachung der Region mit der kolumbianischen Schutzgebietsbehörde
  • Förderung der Teilnahme von Behörden an bi-nationalen Veranstaltungen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kolumbien

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Partner

Erfolgreicher Naturschutz ist immer Teamarbeit. In allen Projekten arbeiten wir mit den nationalen Behörden, den zuständigen Schutzgebietsverwaltungen, nationalen Naturschutzorganisationen, Geberorganisationen und mit den örtlichen Gemeinden.

  • Peruvian authority of natural protected areas (SERNANP)
  • Ministerio del Ambiente (MINAM)
  • Fondation Segré
  • Instituto del Bien Común (IBC)
  • Chicago Field Museum
  • Federación de Comunidades Nativas Fronterizas del Putumayo (FECONAFROPU)
  • Federación de Comunidades Indígenas del Bajo Putumayo (FECOIBAP)
  • Federación de Comunidades Nativas del Ampiyacu (FECONA)
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Kontakt

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Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt

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