Die riesengroße und gleichzeitig abgeschiedene Purús-Landschaft ist berühmt dafür, eines der unberührtesten und artenreichsten Gebiete des Amazonasbeckens zu sein. Sie umfasst mit Alto Purús den größten Nationalpark Perus sowie ein Kommunalreservat und drei indigene Territorien.

Zusammen mit der benachbarten Manú-Landschaft bildet die Purús-Landschaft eine gigantische zusammenhängende Regenwaldfläche, die einen wichtigen biologischen Korridor darstellt. Dieser Korridor ist ein Schutzschild für Lebensräume und Schirmarten sowie Ökosystemleistungen. Purús ist eine der letzten Gegenden der Erde, in denen indigene Völker in Isolation und ohne sichtbare Eingriffe in ihre natürliche Umgebung leben.

Gemeinsam mit den Anrainergemeinden und Behörden werden Naturschutzaktivitäten in den Schutzgebieten und für die indigenen Territorien der Purús-Landschaft koordiniert und gestärkt.

Quick Facts
  • Projekt: Unterstützung der Purús-Landschaft
  • Fläche Alto-Purús-Nationalpark: 25.107 km²
  • Kommunalreservat Purús: 2.020 km²
  • Mashco-Piro-Indigenenreservat: 8.161 km²
  • Murunahua- Indigenenreservat: 4.703 km²
  • Madre-de-Dios-Territorialreservat: 8.299 km²
  • Projektbeginn: 2007
  • Projektleiter: Danilo Jordan
  • Webseite: peru.fzs.org/
  • Facebook: www.facebook.com/FZS.Peru
  • Instagram: www.instagram.com/FZS.Peru/

So unterstützen wir die Purús-Landschaft

Überwachung der Schutzgebiete

  • Fernerkundung der Gebiete mit hochauflösenden Satellitenbildern, Überflügen und zivilen Drohnen, um illegale Aktivitäten aufzudecken
  • Unterstützung des Schutzgebietsmanagements durch Patrouillen in entlegene Gebiete sowie Aus- und Weiterbildung von Rangern
  • Unterstützung einer gemeindebasierten partizipativen Überwachung entlang der Flüsse in der Purús-Landschaft

Biologisches Monitoring

  • Jährliches Monitoring der beiden aquatischen Schlüsselarten Riesenotter und Terekay-Schienenschildkröte
  • Unterstützung bei der Entwicklung eines regionalen Programms zum Schildkrötenschutz

Nachhaltige Entwicklung und Beteiligung am Naturschutz

  • Stärkung der partizipativen Managementkomitees und indigenen Vereinigungen innerhalb der Purús-Landschaft
  • Gemeinsame Bewirtschaftung von natürlichen Ressourcen wie Copaiba-Öl und Huasaí-Palmfrüchten sowie von Flussschildkröten und Welsen auf der Grundlage von Schutzvereinbarungen mit indigenen Gemeindeverbänden
  • Schulungen für indigene Frauenverbände in Betriebsführung und Marketing

Umweltbildung

  • Vermittlung von Wissen über die Vorteile von Schutzgebieten in der Purús-Landschaft
  • Einbindung von Umweltbildung und Unterrichtsmaterial über die Purús-Landschaft in die offiziellen Lehrpläne des Bildungsministeriums auf lokaler und regionaler Ebene
  • Unterstützung der Grundschulen bei der Entwicklung eines Umweltbildungsprogramms als Teil des nationalen Curriculums

Ausweisung von Schutzgebieten

  • Unterstützung der notwendigen Schritte, um die Kategorie des Madre-de-Dios-Territorialreservats in ein “Indigenenreservat” hochzustufen. Dadurch wäre das Gebiet rechtlich besser geschützt.

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Partner

Erfolgreicher Naturschutz ist immer Teamarbeit. In allen Projekten arbeiten wir mit den nationalen Behörden, den zuständigen Schutzgebietsverwaltungen, nationalen Naturschutzorganisationen, Geberorganisationen und mit den örtlichen Gemeinden.

  • Peruvian authority of natural protected areas (SERNANP)
  • Ministerio de Cultura Peru (MINCUL)
  • Gordon and Betty Moore Foundation
  • EcoPurús
  • Federación Nativa del Río Madre de Dios y Afluentes (FENAMAD)
  • Sociedad Peruana de Derecho Ambiental (SPDA)
  • Unidad de Gestion Educativa Local de Tahuamanu (UGEL Tahuamanu)
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Kontakt

Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V.
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt

Telefon: +49 (0)69 - 94 34 46 0
Fax: +49 (0)69 - 43 93 48
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