Die Manú-Landschaft im Südosten Perus, wo Anden und Amazonasgebiet aufeinandertreffen, ist ein weltweit anerkannter Hotspot für biologische Vielfalt. Die Landschaft umfasst einen einzigartigen Höhengradienten: Die Hochanden mit ihren Puna-Grasländern liegen auf 4.200 Meter Höhe, tiefer liegen die Nebel-, Berg- und Vorgebirgswälder und die tropischen Tieflandwäldern auf 300 Metern Höhe. Das Mosaik aus weitgehend unberührten Ökosystemen, die vier staatliche Schutzgebiete und ein indigenes Territorium umfassen, hat zusammen eine Fläche von mehr als 51.000 Quadratkilometern.

In den Tieflandregionen des Amazonasbeckens leben acht ethnische Gruppen und mehrere indigene Völker in Isolation. Das UNESCO-Weltnaturerbe Manú-Nationalpark sowie das UNESCO-Biosphärenreservat Manú sind wichtige Modellregionen für die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und den Naturschutz.

Quick Facts
  • Projekt: Unterstützung der Manú-Region
  • Fläche Manú-Nationalpark: 17.162 km²
  • Megantoni-Schutzgebiet : 2.158 km²
  • Amarakaeri-Komunalreservat: 6.827 km²
  • Matsiguenka-Komunalreservat: 7.421 km²
  • Kugapakori-Nahua-Nanti-Territorialreservat: 4.529 km²
  • Projektbeginn: 1990
  • Projektleiter: Oscar Mujica
  • Webseite: peru.fzs.org
  • Facebook: www.facebook.com/FZS.Peru
  • Instagram: www.instagram.com/FZS.Peru/

So unterstützen wir die Manú-Landschaft

Überwachung und Parkschutz

  • Bau und Ausstattung von Kontrollposten der Schutzgebietsbehörde (SERNANP) und des Kulturministeriums (MINCUL), Durchführung eines jährlichen Wartungsprogramms
  • Fernüberwachung mit hochauflösenden Satellitenbildern, Überflügen und zivilen Drohnen, um illegale Aktivitäten aufzudecken
  • Unterstützung von SERNANP bei ihren Einsätze gegen illegale Aktivitäten in den Kern- und Pufferzonen der Schutzgebiete
  • Unterstützung der Schutzgebietsverwaltung bei Patrouillen in entlegene Gebiete und bei der Aus- und Weiterbildung von Rangern

Ökologisches Monitoring

  • Jährliches Monitoring der Riesenotterpopulationen der Manú-Landschaft als Indikatorart für die Gesundheit des aquatischen Ökosystems
  • Jährliche Überprüfung von Waldbedeckung und Abholzung

Förderung nachhaltiger Einkommensquellen

  • Unterstützung bei der Entwicklung umweltfreundlicher Möglichkeiten, wie die Menschen im Andengebiet der Manú-Landschaft ein sicheres Einkommen erwirtschaften können, z. B. durch den Anbau und die Vermarktung von Andenbeeren (Physalis), Äpfeln, Kaffee, die Erzeugung von Honig und Pflanzen-Setzlingen sowie die Produktion von Kunsthandwerk, basierend auf Vereinbarungen zwischen der Schutzgebietsbehörde (SERNANP) und den Gemeinden
  • Unterstützung kleiner Produzentenvereinigungen beim Verkauf ihrer Produkte auf Märkten in Challamamba, Paucartambo und Cusco

Partizipatives Management

  • Unterstützung regelmäßiger Treffen der Managementkomitees der Schutzgebiete der Manú-Landschaft und finanzielle Hilfe für Anwohnerinnen und Anwohner, damit sie an diesen Treffen teilnehmen können

Umweltbildung

  • Umweltbildung für Schülerinnen und Schüler, Einheimische sowie Besucherinnen und Besucher von Schutzgebieten in Bildungs- und Besucherzentren
  • Sensibilisierung für die Bedeutung der biologischen Vielfalt und den Nutzen von Schutzgebieten für die lokale Bevölkerung mit besonderem Fokus auf das Auftreten und Verhindern von Pandemien
  • Unterstützung der Gemeinden und Behörden bei der Teilnahme an Veranstaltungen, die zum Schutz der Landschaft beitragen sollen

Interkulturelle Schulbildung

  • Stärkung der interkulturellen und zweisprachigen formalen Schulbildung (Primarstufe und Sekundarstufe) in den indigenen Gemeinden der Manú-Landschaft und im Boca-Manú-Internat
  • Dialog mit der regionalen Schulbehörde des Regierungsbezirks Madre de Dios zur Einbindung von Unterrichtsmaterial in den nationalen Lehrplan
  • Aufklärung und Förderung des Verständnisses in den Matsiguenka-Gemeinden über den notwendigen Schutz indigener Gruppen in Isolation

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Partner

Erfolgreicher Naturschutz ist immer Teamarbeit. In allen Projekten arbeiten wir mit den nationalen Behörden, den zuständigen Schutzgebietsverwaltungen, nationalen Naturschutzorganisationen, Geberorganisationen und mit den örtlichen Gemeinden.

  • Peruvian authority of natural protected areas (SERNANP)
  • Ministerio de Cultura Peru (MINCUL)
  • Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)
  • Deutsche Botschaft Lima
  • Ministerio del Ambiente (MINAM)
  • Ministerio de Educación Peru (MINEDU)
  • Gordon and Betty Moore Foundation
  • Dirección Regional de Educación de Madre de Dios (DRE)
  • Unidad de Gestion Educativa Local de Tahuamanu (UGEL Tahuamanu)
  • Red Educativa Rural Manu
  • Dirección Regional de la Producción (DIREPRO)
  • Federación Nativa del Río Madre de Dios y Afluentes (FENAMAD)
  • Conservación Amazónica (ACCA)
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Meilensteine

Das Internat in Boca Manú wird vom Bildungsministerium Perus als Schülerunterkunft in das nationale Schulsystem aufgenommen.

2020

Erweiterung des Manú-Biosphärenreservats und Erneuerung des Managementplans des Manú-Nationalparks.

2017

Die ZGF weitet ihre Arbeit im Manú-Biosphärenreservat aus mit Mitteln der Bundesregierung im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI).

2012

Beginn der Förderung des Internats in Boca Manú, um Indigenen den Zugang zu weiterführender Schulbildung zu erleichtern.

2008

Die Riesenotterforschung beginnt.

1990

Der Manú-Nationalpark wird UNESCO-Weltnaturerbe.

1987

Manú wird zum Nationalpark erklärt.

1973

Die ZGF unterstützt die Mohrenkaiman-Forschung sowie den Aufbau der berühmten Cocha Cashu Forschungsstation.

1969

Kontakt

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Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt

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Fax: +49 (0)69 - 43 93 48
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