Der Podcast des Frankfurter Zoos und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt

Warum hält der Zoo Frankfurt bedrohte Arten und wie unterstützt er die Schutzprogramme der ZGF? Mit vielen Fragen im Gepäck erkundet Marco Dinter die Arbeit der Wissenschaftlichen Abteilung und des Tierpfleger-Teams im Zoo sowie der ZGF-Mitarbeiter in Nationalparks und Schutzgebieten. „Hinter dem Zoo geht’s weiter“ ist nicht nur der Name des Podcasts, sondern auch das Motto das alle verbindet.

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Okapis: Fabelwesen im Krisengebiet

In den dichten Regenwäldern der Demokratischen Republik Kongo lebt ein ziemlich außergewöhnliches Tier: Das Okapi. 1954 brachte Zoodirektor Bernhard Grzimek das erste Okapi nach Deutschland und leistete Pionierarbeit in der Haltung. Wenige Jahre später begann die ZGF, sich in der Heimat des Okapis für den Naturschutz zu engagieren. Bis heute keine leichte Aufgabe, denn der Kongo ist Schauplatz von Bürgerkriegen und anhaltenden Konflikten.

Im Frankfurter Zoo leben Okapis. In dieser Folge besucht Marco die Nachkommen der ersten Waldgiraffen in Deutschland und erfährt von Zoo-Kuratorin Dr. Sabrina Linn, auf welchen abenteuerlichen Wegen diese Tierart erstmals von den Regenwäldern des Kongo nach Deutschland gelangte.

Tagelang reiste der ZGF-Geschäftsführer Dr. Christof Schenck durch diese Regenwälder, um den Lomami-Nationalpark zu erreichen. Der Nationalpark ist das jüngste Projektgebiet der ZGF und Heimat vieler endemischer Tierarten. Doch die Arbeit im vom Bürgerkrieg geprägten Kongo ist ziemlich gefährlich. Christof erklärt, warum die ZGF trotzdem vor Ort ist.

Dr. Sabrina Linn, Dr. Christof Schenck

Trügerischer Reichtum: Wie illegale Goldwäsche Mensch und Natur zerstört

Im Frankfurter Zoo besucht Marco Springtamarine und Zweragutis – deren Artgenossen leben dort, wo das Gold illegal gewonnen wird. Im Grzimekhaus (Nachttierhaus) erklärt Tierpfleger Martin Rödl, wie ihr Lebensraum eigentlich aussehen würde.

Der ZGF-Programmleiter Hauke Hoops lebt und arbeitet in Peru. Er kennt die dramatischen Schäden, die der Goldabbau an Ökosystemen verursacht. Durch das eingesetzte Quecksilber werden auch Menschen schleichend vergiftet. Der illegale Goldabbau ist auch eng verknüpft mit der organisierten Kriminalität, Drogen- und sogar Menschenhandel. Hauke berichtet davon, wie schwierig es für die lokalen Behörden ist, diese Kriminalität zu stoppen.

„Tracking the Amazon’s Gold Rush“ – so heißt der ZGF-Newsletter, der monatlich über die Entwicklung der illegalen Goldgewinnung in Südamerika berichtet. Der Newsletter erscheint auf Englisch und Spanisch. Jetzt anmelden.

Martin Rödl, Hauke Hoops

Mit der D-ENTE fing es an: Von Grzimeks Pionierflügen zur “Naturschutz-Airline”

Die Schutzgebiete, in denen wir arbeiten, haben eins gemeinsam: Sie sind riesig. Wer hier den Überblick behalten will, muss hoch hinaus. Dazu nutzen wir häufig Kleinflugzeuge. In dieser Folge erfahrt ihr, wie die Fliegerei bei uns angefangen hat, wofür Flugzeuge im Naturschutz nützlich sind und welche Abenteuer die Buschpilotinnen und -piloten auf ihren Flügen erleben.

Besucherinnen und Besuchern des Frankfurter Zoos ist es sicher aufgefallen: Auf dem Dach des Affenhauses steht ein kleines, zebragestreiftes Flugzeug. Christine Kurrle, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Zoos, weiß, was es damit auf sich hat.

Buschpilotin Anna Laroya fliegt für das tansanische Forschungsinstitut TAWIRI über den Steppen Tansanias, um Wildtiere zu zählen und Wilderer aufzuspüren. Sie berichtet, was ihren Job so einzigartig macht und wie man reagiert, wenn ein Warzenschwein auf die Startbahn läuft. Die Übersetzung spricht unsere Kollegin Maike Bartels.

Klaus Zeh begleitet unsere Flieger seit fast 50 Jahren im Namen von Luftfahrt Versicherungsmakler Peschke. Er kennt alle großen und kleinen Probleme, Crashs und Herausforderungen mit denen unsere Piloten bisher konfrontiert wurden.

Hinweis: Die Kapitelmarken der Episode enthalten weitere Bilder, die ihr mit einer modernen Podcast-App sehen könnt.

Christine Kurrle, Anna Laroya, Klaus Zeh

Bartgeier: Rückkehr auf großen Schwingen

Marco trifft auf ein angebliches Monster, das in Deutschland bis zur Ausrottung gejagt wurde: den Bartgeier. Seit einigen Jahren feiert der Vogel ein Comeback – dank engagierter Zoos und Naturschutzorganisationen.

1976 startet mit Unterstützung des Zoo Frankfurt und der Zoologischen Gesellschaft ein Wiederansiedlunsgprojekt für Bartgeier in den Alpen. Erste Versuche gab es bereits davor – doch alle waren erfolglos. Mit Hans Frey, einem glücklichen Zufall und viel Geduld wendete sich das Blatt für die Greifvögel.

In dieser Folge spricht Marco mit Dr. Stefan Stadler, der 2008 dafür sorgte, dass Bartgeier wieder im Frankfurter Zoo zu sehen sind. Gemeinsam besuchen Sie das Geierpaar Ricarda und Fausto, die mit ihren Namen an Richard Faust, den ehemaligen Zoodirektor und Chef der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, erinnern. Stefan erklärt, woher die Bartgeier ihren Namen haben und warum die Menschen sie bis zur Ausrottung gejagt haben.

Mit Dr. Hans Frey, dem Gründer und wissenschaftlicher Leiter der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee, erlebt Marco die Geschichte der Wiederansiedlung der Bartgeier. Hans Frey arbeitet seit über 40 Jahren an diesem Projekt, erzählt von seiner glücklichen Heirat mit einem Bartgeier und warum er selbst von dem Projekterfolg überrascht ist. Marco hätte keinen besseren Gesprächspartner finden können.

Falls ihr Bartgeier in der Natur beobachten möchtet, besucht wie Stefan Stadler in das Tal der Geier – so wird das Rauriser Krumltal in den österreichischen Alpen genannt. Dort begann das Projekt.

Kurator Dr. Stefan Stadler & Dr. Hans Frey

Pfeilgiftfrösche, Orang-Utans, Elfenbein: Wie sich Zoo und ZGF gegen den illegalen Wildtierhandel engagieren

67.000 verbotene Tierprodukte hat der Zoll am Frankfurter Flughafen im Jahr 2020 beschlagnahmt. Auch lebende Tiere, die illegal gehandelt werden, landen hier. Einige davon kommen in den Frankfurter Zoo. Hier können sie versorgt und artgerecht gehalten werden. Doch wie ist der Handel mit Wildtieren geregelt? Wann ist er illegal? Und wo wird er zur Bedrohung einer Art?

Im Büro von Zoo-Kurator Dr. Johannes Köhler quaken Frösche, die vom Zoll beschlagnahmt wurden. Johannes erklärt, wie lebende Amphibien, Reptilien und andere Tiere illegal in den internationalen Handel kommen, welche Gesetze das Schmuggeln einfach machen und warum dieser Schwarzmarkt zur echten Bedrohung für das Überleben einiger Arten wird.

Dagmar Andres-Brümmer leitet seit einigen Jahren die Kommunikationsabteilung der ZGF. Von ihr erfährt Marco, wie die ZGF vor Ort verhindert, dass Wildtiere in den Handel gelangen. Dabei stellt sie fest: Der illegale Handel mit Wildtieren und Produkten ist sehr vielfältig und genauso vielfältig müssen auch die Lösungsansätze sein, um ihn zu unterbinden.

Zoo-Kurator Dr. Johannes Köhler, ZGF-Kommunikationschefin Dagmar Andres-Brümmer

Warum die wahrscheinlich hässlichste Antilope der Welt schwer zu finden ist

Die Steppen Kasachstans: Unendliche Weiten. Hier leben die vom Aussterben bedrohten Saiga-Antilopen. Nicht nur ihre auffällige Nase macht sie zu etwas Besonderem. Wie sich Zoo und ZGF gemeinsam führ ihren Schutz einsetzen, erklären wir in dieser Folge.

Steffen Zuther war langjähriger ZGF-Projektleiter in Kasachstan und setzt sich für den Schutz der letzten Saiga-Antilopen ein. Von ihm erfährt Marco, was die Saiga von anderen Antilopen unterscheidet und wie die Art Eiszeiten und Massensterben überleben konnte.

Der Lebensraum der Saigas in der Steppe Kasachstans ist etwas zweimal so groß wie Deutschland. Um die Tiere überhaupt zu finden, mussten einige von ihnen mit GPS-Halsbändern ausgestattet werden. Dr. Christina Geiger ist Tierärztin im Frankfurter Zoo und hat dabei geholfen, die ersten Saigas mit Sendehalsbändern auszustatten. Ein abenteuerliches Unterfangen, bei dem Hausziegen und Motorräder eine wichtige Rolle gespielt haben.

Saiga Antilope
Steffen Zuther, Dr. Christina Geiger

Forschung: Wie man bei Zoo und ZGF Wissen schafft

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts basiert die Arbeit im Zoo und bei der ZGF auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Beide Organisationen forschen aktiv. Aber wie geht das? Woran im Zoo und in den ZGF-Projekten geforscht wird, erfahrt ihr in dieser Folge.

Unser Partner Dr. Grant Hopcraft untersucht Gnus im tansanischen Serengeti-Nationalpark, dem Ort an dem Bernhard Grzimek die Naturschutzarbeit der ZGF begann. Grant erklärt Marco, was Schwanzhaare von Gnus verraten, und wie man damit Wilderern auf die Schliche kommen kann.

Dr. Eva Bärmann hat an den Steinböcken im Frankfurter Zoo geforscht, um deren wildlebende Verwandte besser zu verstehen. Und der Leiter der wissenschaftlichen Abteilung im Zoo, Dr. Stefan Stadler, erklärt, welche Forschungsergebnisse aus dem Zoo helfen können, bedrohte Arten vor dem Aussterben zu bewahren.

Die wilden Gnuherden wandern zwischen der Serengeti in Tansania und der Masai-Mara in Kenia. Wer sehen möchte, wo sie sich gerade aufhalten (oder in der Vergangenheit aufgehalten haben), findet die GPS-Daten von Grants Arbeitsgruppe auf https://www.serengeti-tracker.org.

Dr. Grant Hopcraft, Dr. Eva Bärmann, Dr. Stefan Stadler (v.l.n.r.)

Wildnis: Wohnungsnot im Wirtschaftswald

Wildnis – bei dem Begriff denken wir gerne an Alaska, Afrika oder den Regenwald. Dabei gibt es Wildnis auch bei uns, aber viel zu wenig, wie Manuel Schweiger erklärt. Um das zu ändern, hat er einen große Naturschutz-Allianz gebildet. ZGF-Kollege Nico Eidenmüller arbeitet im Taunus daran, Wildnis wieder entstehen zu lassen. Mit beiden spricht Marco über die Wildnis in Deutschland. Danach zeigt Tierpflegerin Theresa Lüke, wie der Zoo Lebensräume für heimische Wildtiere schafft.

Die Naturklänge wurden bereitgestellt von Ursula und Frank Wendeberg. Vielen Dank dafür! Geräuscheindrücke aus allen 16 deutschen Nationalparks und mehr über dieses spannende Projekt findet ihr unter: https://www.im-vielklang-mit-der-natur.de/

Manuel Schweiger, Nico Eidenmüller, Theresa Lüke (v.l.n.r.)

Sonderfolge: Die ganze Geschichte von Nashorn Akura (Interview mit Karlheinz Jahnel in voller Länge)

In Folge 4 sprachen wir mit Tierpfleger Karlheinz Jahnel über die Auswilderung von Nashorn Akura in Südafrika. Hier kommt das ganze Interview ungeschnitten, denn das Ereignis ist ein Stück Zoogeschichte (außerdem haben sich Marco und Karlheinz verquatscht).

Zoo-Kuratorin Sabrina Linn spricht über die Rolle moderner Zoos beim Nashornschutz und erklärt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm. Sie hat ihre Doktorarbeit über Nashornkommunikation geschrieben und Marco ein paar Nashornlaute mitgebracht. Viel Spaß beim mitraten!

Karlheinz Jahnel, Sabrina Linn

Nashörner: Schwere Fracht nach Afrika

1996 reist Akura, ein im Frankfurter Zoo geborenes Nashorn, zurück nach Afrika, um dort in der Wildnis zu leben. Tierpfleger Karlheinz Jahnel war damals dabei und hat die Ansiedlung unterstützt.

Die Wilderei ist weiterhin die größte Bedrohung für Nashörner. Darüber sprechen wir mit Paimolo Bwalya, der als Chef der Rhino Monitoring Unit im ZGF-Projekt im North Luangwa Nationalpark in Sambia den Schutz der dortigen Tiere koordiniert.

Wiederansiedlungen von Nashörnern sind ein komplexe, über Jahre geplante Projekte. Tierarzt Dr. Markus Hofmeyr ist Chef des Rhino Recovery Funds. Er verdeutlicht, wie so eine Wiederansiedlung funktioniert und warum es dabei um weit mehr geht, als die Erhaltung einer bestimmten Art.

Karlheinz Jahnel, Paimolo Bwalya, Dr. Markus Hofmeyr (v.l.n.r.)

Covid-19 & Co: Warum uns kaputte Regenwälder krank machen

HIV, Ebola, Covid-19: Die gefährlichen Krankheiten haben eins gemeinsam. Sie sind von Tieren auf den Menschen übergesprungen. Solche Krankheiten nennt man Zoonosen. Zootierärztin Dr. Nicole Schauerte erklärt, was Zoonosen genau sind und warum man auch bei seinen Haustieren und im Frankfurter Stadtwald aufpassen muss.

In den tropischen Regenwäldern gibt es neben rekordverdächtig vielen Pflanzen und Tieren auch zahlreiche Krankheitserreger. Wir sprechen mit ZGF-Geschäftsführer Dr. Christof Schenck darüber, warum intakte Lebensräume auch unsere Gesundheit besser schützen und wie kaputte Ökosysteme die Entwicklung von Pandemien begünstigen können.

Dr. Nicole Schauerte und Dr. Christof Schenck

Brillenbären: Wie Tiere zu Botschaftern werden

Im Ukumari-Land des Frankfurter Zoos leben Brillenbären, Waldhunde und Brüllaffen in einer künstlichen Gebirgslandschaft. Zoo-Kurator Dr. Johannes Köhler nimmt Marco mit auf die Tieranlage und erklärt die Besonderheiten moderner Tierhaltung.

Im Frankfurter Zoo wirken die Brillenbären auf die Besucher freundlich und verspielt. Im peruanischen Manu-Nationalpark sorgen sie aber durchaus für Probleme. Brillenbären-Expertin Roxana Rojas-VeraPinto erklärt, warum Konflikte zwischen Bären und Bauern entstehen und wie die Zoologische Gesellschaft dabei geholfen hat, aus Feinden geschätzte Nachbarn zu machen.

Zurück in Frankfurt beschreibt Dr. Miguel Casares, der vor kurzem aus dem Amt ausgeschiedene Zoodirektor, wie er sich den Frankfurter Zoo in Zukunft vorstellt. Dabei spielen der Arten- und Naturschutz und auch die Arbeit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt eine wichtige Rolle.

Ein Dankeschön geht an unsere Kollegin Maike Bartels, die uns in dieser Folge als Synchronstimme ausgeholfen hat.

Zoo-Kurator Dr. Johannes Köhler, Brillenbären-Expertin Roxana Rojas-VeraPinto, Dr. Miguel Casares (v.l.n.r.)

Orang-Utans: Wo Affen zur Schule gehen

Der Frankfurter Zoo hält seit Jahrezehnten stark bedrohte Tierarten, darunter Sumatra Orang-Utans. Marco spricht mit Zoo-Kuratorin Sabrina Linn darüber, wie Zoos Tierarten auswählen und so zum Artenschutz beitragen.

Danach reist er zu Dr. Peter Pratje in die Dschungelschule auf Sumatra. Dort trainieren Orang-Utans für das Leben in der Wildnis. Ziel ist es, dort eine Orang-Utan-Population anzusiedeln.

Das ZGF-Schutzprogramm in Sumatra ist nur ein Beispiel für die Arbeit der ZGF. Dr. Antje Müllner, ZGF-Referatsleiterin für die Projekte in Lateinamerika und Südostasien, erklärt, was die großen ZGF-Schutzprojekte verbindet – obwohl sie tausende Kilometer auseinander liegen.

Zoo-Kuratorin Sabrina Linn, ZGF-Programmleiter Dr. Peter Pratje und ZGF-Referatsleiterin Dr. Antje Müllner (v.l.n.r.)

Kontakt

Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V.
Bernhard-Grzimek-Allee 1
60316 Frankfurt

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