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Die Serengeti ist eines der letzten und größten intakten Savannenökosysteme Afrikas. Charakteristisch für diese Landschaft ist die jährliche Wanderung von mehr als zwei Millionen Gnus, Zebras und Gazellen. Sie bildet das Herzstück eines Ökosystems mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt und sichert zugleich die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen.

Neben der Großen Tierwanderung leben hier Elefanten, Afrikanische Wildhunde, Löwen, Leoparden, Geparde und vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashörner. Gleichzeitig liefert das Ökosystem Wasser, Weideland und Waldressourcen für Millionen Menschen und schafft durch den Naturtourismus Tausende Arbeitsplätze.

Seit mehr als sechs Jahrzehnten setzen wir uns für den Schutz dieser einzigartigen Landschaft ein. Unsere Arbeit reicht weit über den Serengeti-Nationalpark hinaus und umfasst das gesamte Ökosystem, in dem Schutzgebiete, Wildtierwanderungen und die Lebensgrundlagen der Menschen eng miteinander verbunden sind.

Herausforderungen für die Serengeti

Die Zukunft der Serengeti entscheidet sich nicht allein innerhalb der Grenzen des Nationalparks.

In der umliegenden Landschaft müssen Landwirtschaft, Viehhaltung, Tourismus, Infrastruktur und Naturschutz miteinander in Einklang gebracht werden.

Langfristiger Naturschutz gelingt nur, wenn die Menschen, die in der Serengeti leben und arbeiten, aktiv in den Schutz der Landschaft eingebunden sind und davon profitieren.

Luftbild der Wanderung der Gnus, Zebras und Gazellen.

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Mehr Informationen

Unsere Arbeit in der Serengeti

Wir betreiben eine Werkstatt in Seronera, damit Rangerfahrzeuge jederzeit einsatzbereit bleiben. Mit unseren Flugzeugen unterstützen wir das Monitoring aus der Luft. Außerdem haben wir ein digitales Funknetz aufgebaut, das die Ranger mit der Parkzentrale in Seronera verbindet und eine zuverlässige Kommunikation ermöglicht.

Gemeinsam mit der tansanischen Nationalparkbehörde Tanzania National Parks (TANAPA) stärken wir so das Monitoring, die Infrastruktur und den Schutz im gesamten Serengeti-Nationalpark.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Schutz der Wildtiere vor Wilderei. Dazu unterstützen wir spezialisierte De-Snaring-Teams, die jedes Jahr Tausende illegal ausgelegte Drahtschlingen entfernen.

Wir überprüfen die Wirkung unserer Naturschutzarbeit kontinuierlich und passen unsere Arbeit an veränderte Bedingungen an.

A Moru rhino Ranger, Eliapenda Michael Mollah, scanning and searching for rhinos. Radio transmitters have been put in the rhinos’ horns that can be tracked with telemetry equipment. Moru, Serengeti, Tanzania. © Daniel Rosengren
Nashorn-Ranger Eliapenda Michael Mollah sucht nach Spitzmaulnashörnern. Sender ermöglichen ihre Ortung per Telemetrie und tragen so zum Schutz der Tiere bei.
Meeting of the Mazingira Cocoba group in Serengeti.
Treffen der COCOBA-Gruppe Mazingira.

Gemeinsam mit den Menschen in der Serengeti

Viele Entscheidungen, die die Zukunft der Serengeti prägen, werden außerhalb des Nationalparks getroffen.

Gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften, Behörden und Partnerorganisationen entwickeln wir langfristige Lösungen, die Menschen und Natur gleichermaßen zugutekommen.

Mehr als 70 Gemeinden haben Landnutzungspläne entwickelt, die Landwirtschaft, Viehhaltung, Siedlungsentwicklung und den Schutz wichtiger Lebensräume miteinander vereinbaren. Über die Community Conservation Banks (COCOBA) können Familien Geld sparen, Kleinkredite aufnehmen und kleine Unternehmen oder landwirtschaftliche Betriebe weiterentwickeln.

Gemeinsam tragen die Landnutzungsplanung und die Community Conservation Banks dazu bei, Einkommen zu sichern, wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und die Serengeti als zusammenhängendes Ökosystem zu erhalten.

Schutz der Spitzmaulnashörner in der Serengeti

Jedes Spitzmaulnashorn zählt.

Im Serengeti-Ökosystem leben nur noch wenige Spitzmaulnashörner. Um die Tiere zu schützen, unterstützen wir spezialisierte Nashorn-Ranger, die tiermedizinische Versorgung sowie moderne Telemetrie und Datenanalyse. So können Rangerinnen und Ranger die Tiere in der weitläufigen Region überwachen.

Mit langjähriger Erfahrung und wissenschaftlicher Expertise tragen wir dazu bei, dass Spitzmaulnashörner auch künftig in der Serengeti leben können.

Black rhinos are endangered because of the value of their horns in Asia. There are a few individuals surviving in Serengeti. This is a male.
Spitzmaulnashorn in der Serengeti
A Moru rhino Ranger, Eliapenda Michael Mollah, scanning and searching for rhinos. Radio transmitters have been put in the rhinos’ horns that can be tracked with telemetry equipment. Moru, Serengeti, Tanzania. © Daniel Rosengren
Serengeti, Tanzania Seronera Office
The de-snaring team taking down and dismantling poacher’s snares. Grumeti GR, Tanzania. © Daniel Rosengren
Das De-Snaring-Team entfernt illegal platzierte Drahtschlingen, die von Wilderern ausgelegt wurden.

Jagd mit Drahtschlingen: Eine tödliche Gefahr für Wildtiere

Drahtschlingen gehören zu den größten Bedrohungen für Wildtiere in der Serengeti.

Gemeinsam mit der Nationalparkbehörde unterstützen wir spezialisierte De-Snaring-Teams deren Mitglieder aus den umliegenden Gemeinden stammen. Sie spüren Drahtschlingen auf und entfernen sie, bevor Tiere verletzt oder getötet werden.

Seit Beginn des Programms wurden mehr als 100.000 Drahtschlingen entfernt.

Partner

Der Schutz der Serengeti gelingt nur durch starke Partnerschaften. Gemeinsam mit Behörden, lokalen Gemeinschaften, Naturschutzorganisationen sowie Spenderinnen und Spendern aus aller Welt tragen wir dazu bei, die Zukunft der Serengeti zu sichern.

  • https://www.maliasili.go.tz/sectors/category/wildlifeWildlife Division of the Ministry of Natural Resources and Tourism of Tanzania
  • Tanzania National Parks (TANAPA)
  • Ngorongoro Conservation Area Authority (NCAA)
  • Tanzania Wildlife Authority (TAWA)
  • Tanzania Wildlife Research Institute (TAWIRI)
  • Pasiansi Wildlife Training Institute
  • Mweka Wildlife College
  • The Wyss Foundation
  • Lion Recovery Fund
  • U.S. Fish & Wildlife Service
  • Rhino Recovery Fund
  • JRS Biodiversity Fund
  • KfW
  • Tanzania Association of Tour Operators (TATO)
  • SENAPA Investors
  • Eleonore Beck Foundation
  • Friedkin Conservation Fund
  • Asilia Giving
  • Stadler Family Foundation
  • Manfred-Hermsen Stiftung
  • The Wildcat Foundation
  • Save the Elephants
  • Elephant Crisis Fund
  • Tusk Trust
  • Stop Ivory
  • Save the Rhino
  • Dvůr Králové Safari Park
  • World Nomads
  • Zoo Frankfurt
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