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Schutz eines der größten europäischen Wildnisgebiete

Einsatz für die Erhaltung des Belovezhskaya Pushcha-Urwaldes Belarus

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Belovezhskaya Pushcha beherbergt eine große Population des Europäischen Wisents. (Foto: Nikolaj Cherkas)

Der ausgedehnte Waldkomplex Bialowieza ist einer der letzten großen Naturwälder Europas. Das Gebiet ist politisch geteilt, es liegt hauptsächlich auf weißrussischer und zu einem kleinen Teil auf polnischer Staatsseite. Große Teile im Belovezhskaya Pushcha Nationalpark auf der weißrussischen Seite wurden in der Vergangenheit stark forstlich genutzt. Vom einstigen Urwald sind dort nur noch geschätzte 8.000 Hektar übrig geblieben. Die Regierung Weißrusslands hat 2012 die Kernzone des Parks auf 57.000 Hektar erweitert, bereits im darauffolgenden Frühjahr wurden Jagd, Wildfütterung und Holznutzung auf dieser Fläche komplett eingestellt. Damit ist der Bereich des Nationalparks, in dem sich die Natur nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten frei und vom Menschen ungenutzt und unbeeinflusst entwickeln kann, fast viermal so groß wie im Nationalpark Bayerischer Wald.

 

Seit 2012 unterstützen wir die Schutzbemühungen der Nationalparkverwaltung auf der weißrussischen Seite des Urwald-Gebietes. Im Rahmen eines Planungsworkshops haben wir gemeinsam mit der Parkverwaltung mehrere Arbeitsschwerpunkte vereinbart, um das Gebiet wieder in einen vom Menschen unbeeinflussten Naturwald zu entwickeln. Im nächsten Schritt haben wir Machbarkeitsstudien für Fluss- und Niedermoorrenaturierungen anfertigen lassen und auch bereits mit deren Umsetzung begonnen. Zudem erforschen wir Arten und Artengruppen, die charakteristisch für natürliche Wälder sind – zunächst beschäftigen wir uns hier mit Fledermäusen und Vögeln. Darüber hinaus erstellen wir Forschungskonzepte und schulen einheimische Wissenschaftler. Seit Dezember 2013 ist ein ZGF-Projektleiter direkt im Park ansässig.

WAS PASSIERT VOR ORT?

  • Erforschung von Arten und Artengruppen, die charakteristisch für natürliche Wälder mit besonders alten Bäumen und hohem Totholzanteil sind
  • Untersuchung der Raumnutzung von Huftieren und Beutegreifern
  • Ermittlung der Tragfähigkeit des Parks für Wisente und Rotwild
  • Verbesserung des Wasserhaushaltes im Gebiet
  • Aufbau eines Wildnisforschungszentrums für Wissenschaftler aus ganz Europa