Zum ersten Mal wurde in der Polesie eine automatisierte Grundwassermessung durchgeführt, die Teil des hydrologischen Monitorings im Syra Pohonia-Moor ist.

In den Karpaten befinden sich die größten intakten Alt- und Primärwälder in der gemäßigten Zone Europas. Die Wälder, die sich über die Gebirgskämme und Täler ziehen, sind geprägt von besonders alten Bäumen, Totholz und einer hohen Biodiversität: Sie bieten einer Vielzahl von Organismen wichtige Lebensräume, darunter Pilzen, Moosen, Flechten und Insekten. Auch seltene Vögel wie Auer- und Birkhuhn sowie Säugetiere wie Waldfledermäuse, aber auch Braunbären, Wölfe und Eurasische Luchse profitieren davon.
Im Nordwesten des Landes, an der Grenze zu Belarus, Polen und Russland, liegt ein weiteres Juwel der Natur: die Polesie, eines der größten, noch intakten Flussauengebiete Europas. In den ausgedehnten Auwäldern, Mooren und Feuchtgebieten rasten jedes Frühjahr Hunderttausende von Zugvögeln auf dem Weg zu ihren Brutgebieten.
Naturschutz in schwierigen Zeiten
Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 haben wir unsere Unterstützung für die Schutzgebiete vor Ort ausgeweitet. In den ersten beiden Kriegsjahren haben wir die Menschen, die in der Nähe der Schutzgebiete Notunterkünfte bezogen hatten, mit Nothilfegütern und Nahrungsmitteln versorgt. Gleichzeitig unterstützen wir die Nationalparks und Naturreservate seitdem darin, ihren täglichen Betrieb aufrecht zu erhalten. Da die finanziellen Mittel für den Naturschutz aufgrund des Kriegs stark eingeschränkt sind, übernehmen wir für die Parks wichtige Grundkosten für Strom, Heizung, Benzin oder Fahrzeugreparaturen. So können die Ranger und Schutzgebietsverwaltungen auch in schwierigen Zeiten für den Schutz der Natur sorgen.
Was wir tun
- Entwicklung und Ausweitung von Schutzgebieten
- Übernahme von Betriebs- und Notfallkosten für die Schutzgebiete während des Krieges
- Technische Unterstützung und Bereitstellung von Ausrüstung für Schutzgebiete
- Wiedervernässung von Mooren in der Polesie
- Weiterbildung der Schutzgebietsangestellten in modernen Monitoringtechniken zur zielgerichteten Steuerung von Schutzmaßnahmen
- Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften zur Förderung naturfreundlicher Unternehmen
- Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte für die Umweltbildung von Kindern
- Verbesserung der Infrastrukturen der Schutzgebiete für Management, Administration und Öko-Tourismus.
Unsere Projekte in der Ukraine
-

Wilde Polesie
Ukraine
Alte Wälder und weitläufige Feuchtgebiete schützen In den Karpaten befinden sich die größten intakten Alt- und Primärwälder in der gemäßigten Zone Europas.
Ukraine -

Ukrainische Karpaten
Schutz für die letzten, großen Wälder Europas
Alte Wälder und weitläufige Feuchtgebiete schützen In den Karpaten befinden sich die größten intakten Alt- und Primärwälder in der gemäßigten Zone Europas.
Ukraine
Meilensteine


Dank unserer jahrelangen Naturschutzarbeit stehen insgesamt 100.000 Hektar in der Polesie neu unter Schutz.

Ein Programm mit Zuschüssen für umweltfreundliche Initiativen wurde mit angrenzenden Gemeinden der Schutzgebiete in den Karpaten gestartet, um die lokale Bevölkerung zu unterstützen.

Ingesamt 100 Tonnen Nothilfe für 35 Schutzgebiete in der Ukraine werden beschafft und verteilt (Betten, Lebensmittel, Arznei und Ausrüstung für die Schutzgebiete).

Das Karpaten Biosphärenreservat wird um 8.500 Hektar erweitert.

Der Nationalpark Pushcha Radzivila in der Polesie wird ausgewiesen. Er misst rund 25.000 Hektar.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine beginnt. Die ZGF startet mit operativer Unterstützung der Schutzgebiete als Reaktion auf die drastischen Kürzungen im Staatshaushalt. Tausende Binnengeflüchtete, die in der Nähe der Schutzgebiete Zuflucht suchen, erhalten Nothilfe.

Übergabe von Ausrüstung (Fahrzeuge, Uniformen EDV und Feldarbeitsausrüstung) an insgesamt 12 Schutzgebiete in den Karpaten.

Start der größten systematischen Kamerafallenstudie in der Polesie.

Der ukrainische Nobelskiy-Nationalpark wird mit einer Fläche von 25.000 ha ausgewiesen und erhält anschließend von der ZGF Ausrüstung.

Projektstart: Polesie – Wildnis ohne Grenzen (ELP-finanziert)

Der Uzhanskyi Nationalpark in den Karpaten wird um 7.000 Hektar erweitert.

Der Nationalpark Boikivshyna entsteht durch ein Präsidialdekret.

Die IKI-Förderung zur Unterstützung des Managements und des Schutzes der Karpaten-Nationalparks beginnt.

Die Kampagne Save Polesia gegen den Bau der E40-Wasserstraße wird ins Leben gerufen.

Die KfW-Förderung zur Unterstützung von Schutzgebieten in den Karpaten beginnt.

Eine wissenschaftliche Studie über die (mehr als 100) wertvollsten Naturgebiete in der Polesie ist abgeschlossen. Sie dient als Grundlage für die Planung zukünftigerschutzmaßnahmen.

Machbarkeitsstudien für die Karpaten werden abgeschlossen, um mögliche Erweiterungsgebiete zu erarbeiten.

Die ZGF initiiert grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz von der Polesie.

Das grenzüberschreitende Biosphärenreservat West Polesie, Belarus/Polen/Ukraine, wird ausgewiesen.
Der ukrainische Präsident erlässt zwei Dekrete, die die Einrichtung von 55 neuen Schutzgebieten – vor allem Nationalparks – bis 2013 vorschreiben, und das ukrainische Umweltministerium bittet die ZGF um Unterstützung.

Nach 5 Jahren intensiver Arbeit wird in der Ukraine der Nationalpark Pripyat-Stokhid ausgewiesen, der 40.000 ha umfasst.
Die Verwaltung des regionalen Landschaftsparks Prypjat-Stokhid wird gegründet.

Die ZGF beginnt erstmals in der ukrainischen Polesie mit der Naturschutzarbeit.














