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Was macht die Zoologische Gesellschaft Frankfurt?

Die Leidenschaft für Wildtiere und Wildnis vereint das engagierte und professionelle Team der ZGF. Unsere Erfahrung in der praktischen Naturschutzarbeit draußen vor Ort in den Schutzgebieten und unser praxisnaher Ansatz sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Erfolges. Wir engagieren uns in allen unseren Projektgebieten langfristig, denn Naturschutz braucht Zeit und einen langen Atem.

Einen Großteil unserer Projekte und Programme führen wir mit eigenen Mitarbeitern durch, darüber hinaus unterstützen wir auch vielfach Partnerorganisationen in den Projektländern. Entscheidend für den Naturschutzerfolg in einem Gebiet sind jedoch unsere Partner vor Ort, die nationalen Parkbehörden oder Schutzgebietsverwaltungen. Eine gute, vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit ist daher das zentrale Element unserer Naturschutzarbeit in allen unseren Projektländern.


Was tun wir konkret?

 


Biologische Vielfalt und Wildnis

Der naturschutzfachliche Fokus unserer Projekte liegt auf dem Schutz von Wildnisgebieten und der Erhaltung von biologischer Vielfalt. An diesen beiden Kriterien orientieren sich sämtliche Projekte und Programme. 
Parrot
Biodiversitätsreiche Regionen sind auch ZGF-Schwerpunkte.

Mehr als drei Viertel aller Arten konzentrieren sich auf 20 Prozent der Erdoberfläche. Die Tropenzone ist dabei von höchster Bedeutung. Wenn Zeit und finanzielle Ressourcen knapp sind und Konflikte zwischen Nutzung und Schutz dramatisch zunehmen, dann ist es geradezu zwingend, dass man sich auf besonders artenreiche Regionen – auf die Schatzkammern – konzentriert.


ZGF-Engagement in biodiversitätsreichen Regionen


Die ZGF engagiert sich in biodiversitätsreichen Gebieten in Mittel- und Osteuropa, in Ostafrika, im zentralen Südamerika und in Südostasien. Bei den Lebensräumen liegt der Schwerpunkt auf den großen Graslandschaften, den Wäldern, den Feuchtgebieten und den Gebirgen. In Europa hat die ZGF ihr Programm deutlich fokussiert. Wildnisentwicklung in Deutschland und der Schutz ursprünglicher Lebensräume auf dem Balkan, in der Ukraine, in Belarus und Kasachstan sind hier die Schwerpunkte.


In Ostafrika sind Tansania, die Demokratische Republik Kongo, Sambia, Simbabwe und Äthiopien die ZGF-Projektländer. Neben dem großen Programm in Peru und einem beginnenden Engagement in Guyana sollen in Südamerika weitere neue Projekte entwickelt werden, denn nirgends sonst gibt es noch so große, so unberührte und so artenreiche Lebensräume wie dort.

Ja zur Wildnis

Die ZGF bekennt sich klar zur Wildnis. Darunter verstehen wir große, weitgehend intakte Gebiete, in denen natürliche Prozesse ohne das Eingreifen von Menschen ablaufen. Damit sind Wildnisgebiete ein fundamentaler Bestandteil bei der Erhaltung der Biodiversität, die ja den Schutz von ganzen Ökosystemen miteinschließt. Zudem sind Wildnisgebiete wichtige Referenzflächen für unser eigenes Tun, sie sind Puffer im Klimawandel und sie sind besonders attraktiv für einen angepassten Naturtourismus, mit dem dann wiederum auch Mittel zum Unterhalt der Gebiete generiert werden können.
Andean landscape, Manu, Peru
Die ZGF konzentriert sich auf große Wildnisgebiete.

Wildnis heißt: Natur ohne uns, für uns. Wildnisschutz ist der am stärksten selbstlose und gemeinnützige Ansatz im Naturschutz. Wildnis sichert Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die selbst nicht für ihre Rechte einstehen können und sie erhält den Menschen der Zukunft Handlungsoptionen. Wer sich dem Schutz von Wildnis verschreibt, stellt Nachhaltigkeit in das Zentrum des Handelns.


 Der Wildnis-Ansatz der ZGF für ihre Projekte

 

Wildnis sollte möglichst groß sein. Während im wildnisarmen und dicht besiedelten Deutschland Flächen von mehr als 1.000 Hektar bereits attraktiv sein können, sind dies in Asien Flächen von 10.000 bis 100.000 Hektar. In Südamerika und Afrika liegt die Messlatte dafür deutlich höher, und besonders attraktive Flächen umfassen mehr als eine halbe Million Hektar. Eine ähnliche Abstufung gibt es beim Naturzustand: In Mitteleuropa können Wildnisentwicklungsgebiete, wie z.B. ehemalige Truppenübungsplätze, bereits interessant sein, während in den anderen Regionen noch weitgehend intakte Naturlandschaften im Fokus stehen. Wildnis sollte möglichst frei vom Wirken des Menschen sein. Doch solche Gebiete gibt es kaum. So müssen Siedlungsdichte und der Einfluss der Menschen betrachtet werden. Unkontaktierte Waldindianer in den peruanischen Nationalparks haben keinen negativen Einfluss auf die Biodiversität oder die Wildnis – sie sind ein Teil davon. Äthiopische Bauern mit ihren großen Viehherden in den empfindlichen Nationalparks der afroalpinen Zone jedoch schon.


Wie bei der Wildnisentwicklung gilt es, die Perspektive für Schutzgebiete zu beurteilen. Gibt es Chancen, dass die Menschen die Schutzgebiete freiwillig verlassen und außerhalb besser geeignete Lebensbedingungen finden?


Die Grundformel für die Bewetung von Projektgebieten ist einfach: Je größer, je artenreicher, je intakter, je weniger vom Menschen beeinflusst, desto besser.


North Luangwa Airlplane (Photo: Will Burrard-Lucas)

Unsere Projekte

Wir planen unsere Projekte langfristig. Nur so können wir unserem selbst gesteckten Ziel, die biologische Vielfalt zu erhalten, auf lange Sicht näher kommen. Aktuell ist die Zoologische Gesellschaft Frankfurt mit rund 30 Programmen und Projekten in 18 Ländern aktiv.

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