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Wolf Mountains in den Karpaten

Schutz natürlicher ökologischer Prozesse im Grenzgebiet von Polen, der Slowakei und der Ukraine für eine dauerhafte Entwicklung von Wildnisgebieten.

Stag in the San river (Arolla Film)
Rothirsch in den Wolf Mountains.
Im Herzen des Karpaten-Gebirges, im Grenzgebiet zwischen Polen, der Slowakei und der Ukraine, befindet sich eines der letzten großen Naturparadiese Mitteleuropas. Hier erstreckt sich eine einzigartige Landschaft aus alten Tannen- und Buchenwäldern, Wiesen und ursprünglichen Flussläufen. Für zahlreiche Säugetierarten wie Wolf, Braunbär, Luchs, Wildkatze, Wisent und Biber sind die „Wolf Mountains“, wie das Gebiet genannt wird, eines der letzten Rückzugsgebiete. Auch eine beeindruckende Vogelwelt (unter anderem Schreiadler, Steinadler und Habichtskauz) sowie eine Vielzahl seltener Pflanzenarten sind hier zuhause.
Ausgerechnet dort, wo sich ohne menschlichen Einfluss ein solcher Reichtum an Arten, Habitaten und ökologischen Prozessen entwickelt hat, ist nun unser Eingreifen erforderlich, denn ein Großteil der Fläche wird bereits wirtschaftlich genutzt. Selbst in den ausgewiesenen Nationalparks wird gejagt und Holz geschlagen. Die kleinteilige Besitzstruktur erschwert zudem die Ausweisung großer Wildnisschutzgebiete.

Wir wollen weite Teile der Wolf Mountains langfristig erhalten und Entwicklung von Wildnis zulassen, indem wir zusammenhängende Flächen auf der slowakischen Seite der Karpaten kaufen und deren Schutzstatus verbessern. Die Flächenkäufe gehen Hand in Hand mit der “klassischen” Naturschutzarbeit, also der Verbesserung des Managements von Schutzgebieten sowie deren Erweiterung, vor allem in Polen und der Ukraine. Gleichzeitig fördern wir umweltverträglichen Tourismus und die Vermarktung lokaler Erzeugnisse, um die Wirtschaft in der Region zu stärken. Eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit begleitet unserer Arbeit.

Wir setzen auf die Bündelung von Kompetenzen verschiedener Naturschutzorganisationen. Dazu zählen unter anderem die Aevis Foundation als Projektpartner der ZGF vor Ort. Internationale Partner sind zudem der European Nature Trust (TENT) und die Wild Europe Initiative. Die ZGF ist für die Projektplanung und -steuerung zuständig.

Was passiert vor Ort?

  • Flächenkauf für die Erweiterung von Kernzonen und Schutzgebieten (Schaffung von mindestens 100.000 Hektar Wildnisgebieten)
  • Stärkung der Naturschutzarbeit in Nationalparks
  • Aufbau einer nachhaltigen lokalen Wirtschaft (zum Beispiel im Bereich Naturtourismus, Vermarktung lokal erzeugter Lebensmittel und Produkte)
  • Informationskampagne, um über die Bedeutung der karpatischen Wälder aufzuklären