Die ZGF gratuliert ihrem ehemaligen Präsidenten zum 90sten Geburtstag.

Gerhard Kittscher – Präsident, Ratgeber und Mitgestalter der ZGF über fünf Jahrzehnte hinweg
„Machen Sie jetzt bloß keine Lobhudelei. Erwähnen Sie das nur ganz kurz“, sagte Gerhard Kittscher, als wir im Vorfeld seines runden Geburtstags bei ihm zum Interview waren. Aber ganz ohne wird er nicht wegkommen. Nicht nach fünf Jahrzehnten Engagement für unsere Organisation.
Der ehemalige ZGF-Präsident Gerhard Kittscher feiert heute, am 16. April 2026, seinen 90sten Geburtstag. In Frankfurt ist Kittscher durch sein ehrenamtliches Engagement in zahlreichen Organisationen bekannt. Doch seine meiste Zeit und letztendlich gut die Hälfte seines Lebens widmete er dem ehrenamtlichen Engagement bei der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und ihrer Stiftung. Wir gratulieren ihm von Herzen und sagen Danke für all die Zeit und das Herzblut, das er in seine Ehrenämter gesteckt hat. Für die Türen, die er uns geöffnet hat, für die Menschen, die er überzeugt hat, die ZGF zu fördern und für seinen stets weisen Rat in Finanzangelegenheiten und strategischen Fragen.

„Bankier der wilden Tiere“
Nicht zufällig bezeichnete die Frankfurter Rundschau Gerhard Kittscher einmal als „Bankier der wilden Tiere“. Denn er versteht es, seine berufliche Erfahrung und sein Netzwerk gezielt für den Naturschutz einzusetzen. Er half über Jahrzehnte dabei, Förderinnen und Förderer zu gewinnen, Vertrauen aufzubauen und langfristige Unterstützung für unsere Projekte zu sichern – eine Grundlage, ohne die viele Naturschutzmaßnahmen der ZGF nicht möglich gewesen wären.
Auch mit 90 ist er noch aktiv. Ende März erst reiste Gerhard Kittscher zur Sitzung des Vorstandes der Eleonore-Beck-Stiftung nach München. Auch an dieser Stiftung und ihrer Naturschutzunterstützung hat er einen erheblichen Anteil.
Die Liste seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten ist lang. Sehr lang. Von den Freunden der Universität Tel Aviv bis zum Clementine Kinderhospital Frankfurt am Main, vom Verein der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken bis zur Initiative Frankfurter Stiftungen. Der gebürtige Niedersachse Gerhard Kittscher ist oder war in zahlreichen Vorständen aktiv, oft über Jahrzehnte hinweg und oft als Schatzmeister. Was irgendwie naheliegt, denn der Umgang mit Geld prägte sein Berufsleben.

Das Baby ist groß geworden
1980 als der junge Betriebswirt Gerhard Kittscher, gerade Vorstandsmitglied der Frankfurter Sparkasse geworden war, gewann ihn der damalige ZGF-Präsident Bernhard Grzimek für den Vorstand der Zoologischen Gesellschaft. Seitdem entschied er bei den Finanzanlagen der Gesellschaft mit und besprach strategische Überlegungen mit der Geschäftsleitung – ab 1987 als Vizepräsident, von 2001 bis 2014 dann als Präsident und parallel bis 2022 als Stiftungsratsvorsitzender. Aktuell ist er Ehrenpräsident der ZGF.
Die Gründung und Weiterentwicklung der Stiftung Hilfe für die bedrohte Tierwelt ist einer der ganz großen Meilensteine von Gerhard Kittschers ZGF-Präsidentschaft. Sie hat auch den wachsenden Erfolg der ZGF in den letzten Jahrzehnten mitbefördert und gestützt.
Dass die ZGF in seiner Zeit von einer Organisation mit einer Handvoll Mitarbeitenden zu einem Global Player im Naturschutz geworden ist, darauf ist Kittscher schon ein wenig stolz. „Das hätten wir uns nie vorstellen können. Wir dachten damals, da ist so ein Büro in Frankfurt und ab und zu schicken wir mal jemanden in die Projekte, um nachzusehen, was mit unserem Geld passiert.“ Doch sein Baby ist groß geworden. Mit rund 1300 Mitarbeitenden weltweit und 66 Millionen Euro für den Naturschutz in diesem Jahr, ist die ZGF zu einer international renommierten Organisation geworden. Kittscher sieht sie für die Zukunft gut aufgestellt.

Lieber Zug als Wildnis
Die Welt der bedrohten Tiere, erschloss sich der Finanzexperte Kittscher indirekt, indem er der ZGF sein Know-how zur Verfügung stellte. Ganz Gentleman der alten Schule, war und ist es Gerhard Kittschers große Stärke, als Netzwerker zu agieren und unserer Organisation Türen zu öffnen. Persönlich in den feuchtwarmen Regenwald Südamerikas zu reisen oder in die mückenverseuchte Steppe Kasachstans, das war nie sein Ding.
Privat ist Gerhard Kittscher lieber mit der Bahn unterwegs als in der wilden Natur. Von seiner Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn schwärmt er noch heute. Dennoch bedauert er etwas, nie die ZGF-Projektgebiete in Peru besucht zu haben. „Ja, das hätte ich mir gern angesehen“, sagt er. „Aber mit dem Zug möchte ich gerne noch mehr herumfahren.“ Wir gönnen ihm von Herzen noch viele schöne Bahnreisen.











