Schutz der Steppen und Saiga-Antilopen Kasachstans

In Kasachstan, dem neuntgrößten Land der Erde, liegen einige der am wenigsten geschützten Biome unseres Planten. Die Landschaften sind außerordentlich vielfältig: Im Norden des Landes gibt es Wälder, die weiter im Süden von Steppen, Halbwüsten und Wüsten abgelöst werden. Hier leben die Saiga-Antilopen, die die beeindruckendste Wanderung auf der Nordhalbkugel unternehmen.

Im Westen liegt das Ustyurt-Plateau, auf dem es noch Persische Leoparde gibt. Das Kaspische Meer und seine Wattbereiche bieten Wasser- und Watvögeln Rastplätze. Die zerklüfteten Klippen sind ein idealer Lebensraum für Greifvögel.

Im Wald der Altai-Taiga im Osten streift der scheue Schneeleopard über die Gipfel der Tien-Shan-Berge. Kasachstan befindet sich im Zentrum der zentralasiatischen Flugroute und seine Feuchtgebiete sind wichtige Zwischenstationen für mehr als 300 Zugvogelarten, viele von ihnen vom Aussterben bedroht.

Unser Fokus

  • Ganzjähriges und intensives Monitoring der Schlüsselarten und der Lebensräume
  • Forschungsarbeit zum Erhalt der Schlüsselarten, unter anderem durch Besenderung der Saiga-Antilopen
  • Wir kartieren und beraten bei der Ausweisung von Landnutzungsformen
  • Wir versorgen die Ranger mit Ausrüstung und Training
  • Wir führen Workshops und Umweltbildungsprogramme durch
  • Wir gehen gegen illegalen Wildtierhandel vor
  • Wiederherstellung der ursprünglichen Artenzusammensetzung in der Steppe, zu der auch Asiatische Wildesel (Kulane) und Przewalski Pferde gehören

A boy herding sheep from the back of a horse, Kazakhstan
Greater flamingos in the Korgalzhyn area, Kazakhstan
An escarpment in the Irgiz-Turgai reserve, Kazakhstan

Aktuelles

  • 09.08.2021In den Medien

    Wieder Babys – Massensterben der Saiga-Antilopen zu Ende

    09.08.2021In den Medien

    Wieder Babys – Massensterben der Saiga-Antilopen zu Ende

    In Kasachstan starben 2015 Tausende Saiga-Antilopen. Bis dahin harmlose Bakterien wurden durch den Klimawandel zu tödlichen Keimen. Ein Baby-Boom lässt nun hoffen.

  • 21.07.2021Projektupdate

    Die Steppe lebt – Saiga-Boom in Kasachstan

    21.07.2021Projektupdate

    Die Steppe lebt – Saiga-Boom in Kasachstan

    Die kasachische Regierung gab die Ergebnisse der Saiga-Zählung 2021 bekannt: Seit 2019 hat sich die Zahl der vom Aussterben bedrohten Antilopen mehr als verdoppelt.

  • 11.02.2020Projektupdate

    Kasachstan: Drei große Saiga-Populationen erfreulich gesund

    11.02.2020Projektupdate

    Kasachstan: Drei große Saiga-Populationen erfreulich gesund

    Die Geschlechterverteilung in den großen Saiga-Populationen normalisiert sich, nachdem illegale Jagd den Bestand der männlichen Tiere stark dezimiert hatte.

Projekte in Kasachstan

Meilesteine

Studie der kasachischen Regierung zeigt, dass sich der Bestand der Saiga-Antilopen weiter erholt und bei knapp einer Million Tiere liegt.

2021

Die erste Gruppe Kulane wurden in Zentralkasachstan wiederangesiedelt. Nach dem Massensterben von 2015 erholen sich die kasachischen Saiga-Populationen. Mehr als 300.000 Saigas leben wieder in der Steppe.

2019

Bei einem Massensterben in der Betpak-Dala-Population kommen über 200.000 Tiere und etwa 88 Prozent der kasachischen Saigapopulation ums Leben. ACBK wird Partner des BirdLife International Netzwerks.

2015

Knapp 2,5 Millionen Hektar neuer Schutzgebiete entstehen im Projektgebiet, auch der erste ökologische Korridor Zentralasiens: der Yrgyz-Torgai-Zhylanshyk-Korridor ist etwa zwei Millionen Hektar groß.

2014 – 2016

Die Saigapopulation Kasachstans wächst auf mehr als 250.000 Tiere.

2014

ACBK übernimmt die Verwaltung zweier Jagdkonzessionen mit zusammen 340.000 Hektar. Das Gebiet spielt eine wichtige Rolle für die Migration und die Kalbung der Saigas.

2009

Mehr als 1,5 Millionen Hektar neuer Schutzgebiete entstehen im Projektgebiet

2007-2012

Die ZGF ist Mitbegründerin des Projekts Altyn Dala Conservation Initiative (ADCI).

2006

Unsere kasachische Partnerorganisation ACBK (Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan) entsteht.

2004

Wilderei dezimiert die weltweite Saigapopulation um über 90 %. Das Fleisch wird verzehrt die Hörner der Männchen verkauft.

1994-2005

Der Zusammenbruch der Sowjetunion führt zu großer Armut der ländlichen Bevölkerung und zu unkontrollierter Jagd auf Saigas.

1991

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