Die Arbeit der ZGF konzentriert sich auf große Wildnisgebiete. Darunter verstehen wir große, intakte Gebiete, in denen natürliche Prozesse ohne das Eingreifen von Menschen ablaufen. Damit sind Wildnisgebiete ein fundamentaler Bestandteil bei der Erhaltung der Biodiversität.

Wildnis heißt: Natur ohne uns, für uns.

Wildnisschutz ist der am stärksten selbstlose und gemeinnützige Ansatz im Naturschutz. Wildnis sichert Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die selbst nicht für ihre Rechte einstehen können und sie erhält den Menschen der Zukunft Handlungsoptionen. Wer sich dem Schutz von Wildnis verschreibt, stellt Nachhaltigkeit in das Zentrum des Handelns.

Zudem sind Wildnisgebiete wichtige Referenzflächen für unser eigenes Tun, sie sind Puffer im Klimawandel und sie sind besonders attraktiv für einen angepassten Naturtourismus, mit dem dann wiederum auch Mittel zum Unterhalt der Gebiete generiert werden können.

Warum brauchen wir Wildnis?

  • Wildnis ist entscheidend bei der Erhaltung der Biodiversität und vor allem bei der Diversität der Ökosysteme, mit ihren natürlichen Prozessen
  • Wildnisgebiete sorgen für die Regulierung von Klima- und Wasserhaushalt, sind Kohlenstoffspeicher und ein Reservoir an Pflanzen und Tieren, erhalten uns biologische Informationen für die Zukunft (beispielsweise für Medikamente und technische Innovationen), bieten Schutz vor Überschwemmungen, Erdrutschen, Pandemien etc.
  • Nur mit Wildnis haben wir Referenzgebiete für unser Handeln in der Natur
  • Wildnis erhält die Handlungsoptionen für kommende Generationen
  • Wildnis bietet wichtige Erholungs- und Tourismusmöglichkeiten
  • Natur und gerade Wildnis haben einen intrinsischen Wert. Ein Wert an sich, der eben nicht nur aus unserem Nutzendenken resultiert

Je größer, je artenreicher, je intakter, desto besser

Wildnis sollte möglichst groß sein. Während im wildnisarmen und dicht besiedelten Deutschland Flächen von mehr als 1.000 Hektar bereits attraktiv sein können, sind es in Asien Flächen von 10.000 bis 100.000 Hektar. In Südamerika und Afrika liegt die Messlatte nochmal deutlich höher, und besonders attraktive Flächen umfassen mehr als eine halbe Million Hektar.

Eine ähnliche Abstufung gibt es beim Naturzustand: In Mitteleuropa können Wildnisentwicklungsgebiete, wie z.B. ehemalige Truppenübungsplätze für den Naturschutz interessant sein, während in den anderen Regionen der Welt weitgehend intakte Naturlandschaften im Fokus des Naturschutzinteresses stehen.

Wildnis gibt es noch und es macht viel Sinn die letzten Wildnisregionen zu schützen. Und es gibt Hoffnung: Überlässt man zum Beispiel naturnahe Landschaften in Mitteleuropa sich selbst, dann entsteht dort wieder Wildnis und es wachsen die Urwälder von Morgen heran.

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