Der Serengeti-Nationalpark feiert Jubiläum

Vor 60 Jahren erhielt der Serengeti-Nationalpark die Grenzen, die wir heute kennen.

12.12.2019

Vor 60 Jahren erhielt der Serengeti-Nationalpark seine heutigen Grenzen. Doch die Serengeti ist mehr als der Nationalpark: Die großen Ebenen im Norden Tansanias, das Ngorongoro-Hochland im Osten, die kenianische Maasai Mara im Norden und ein Waldstück bis zum Victoriasee im Westen bilden ein vielfältiges und einzigartiges Ökosystem mit einer Gesamtfläche von rund 30.000 Quadratkilometern. Heute gehört die Serengeti zu den bekanntesten Nationalparks weltweit und ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes.

Das Serengeti-Ökosystem bietet den großen Säugetieren Afrikas ebenso ein Zuhause, wie unzähligen anderen Tier- und Pflanzenarten. Fast zwei Millionen Tiere wandern jedes Jahr auf der Suche nach Wasser durch das Ökosystem. Die Wanderung der Gnus, Zebras und Thompson- und Grant-Gazellen ist damit die größte Huftiermigration der Welt.

Große Schutzgebiete werden immer seltener. Wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, um diese Gebiete für die Ewigkeit zu erhalten.

Gerald Bigurube, ehem. ZGF-Landesdirektor Tansania

Für den Schutz des Nationalparks ist die Nationalparkbehörde Tanzania National Parks (TANAPA) zuständig, während das Tanzania Wildlife Research Institute (TAWIRI) die Forschung koordiniert. Gemeinsam mit einem Team an Naturschutzpartnern leisten sie den entscheidenden Beitrag zur Erhaltung des Ökosystems.

Schon 1958 begannen Michael und Bernhard Grzimek ihre ersten Wildtierstudien in der Serengeti und ihr Dokumentarfilm „Serengeti darf nicht sterben“ machte das Schutzgebiet mit einem Schlag weltweit bekannt. Seitdem ist die Geschichte der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) untrennbar mit dem Schutzgebiet in Tansania verknüpft.
Der Einsatz der ZGF für den Serengeti-Nationalpark war in den vergangenen Jahrzehnten vielfältig: Wildereiabwehr, Betrieb einer Autowerkstatt, Luftüberwachung des Parks mit Flugzeugen, Ausbildung der Parkranger, Bau von Infrastrastruktur und auch die Wiederansiedlung von Nashörnern. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist jedoch die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden im Naturschutz.
Die ZGF steht dem Serengeti-Nationalpark auch weiterhin mit finanzieller und logistischer Unterstützung zur Seite. Wir bringen unser Know-how in den Ressourcenschutz ein, ins Monitoring sowie ins Parkmanagement. Die ZGF ist bereit für die nächsten 60 Jahre und auch darüber hinaus.

„Griechenland hat die Akropolis, Frankreich hat den Eiffelturm, Ägypten hat die Pyramiden. Tansania hat die Serengeti, eine Ikone der Wildnis in dieser zunehmend urbanisierten Welt.“

Christof Schenck, ZGF-Geschäftsführer

Die Serengeti ist ein wilder Ort, ein Schatz für Tansania, seine Tierwelt aber auch für seine Bürgerinnen und Bürger. Und für die Menschen auf der ganzen Welt. Wir alle müssen dafür sorgen, dass dieses spektakuläre Ökosystem für zukünftige Generationen erhalten bleibt.

Kontakt

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