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Naturschutz im Mahale-Ökosystem

Im Westen Tansanias, am Ufer des Tanganjika-Sees, liegt eine Bergregion mit Schimpansen und reicher Biodiversität. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt unterstützt den Naturschutz in Mahale seit den 1990er Jahren und unser Projekt begann 2004.

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Der Regenwald im Mahale-Mountains-Nationalpark reicht bis an das Ufer des Tanganjika-Sees. Foto: Daniel Rosengren/ZGF
Das Mahale-Ökosystem mit dem Mahale-Mountains-Nationalpark in seinem Zentrum erstreckt sich über eine Fläche von fast 20.000 Quadratkilometern. Es ist Teil des weltweit anerkannten „Eastern Afromontane Biodiversity Hotspots“. Die Region ist noch von einer relativ niedrigen menschlichen Bevölkerungsdichte geprägt. Eine Straße von der nördlich gelegenen Stadt Kigoma nach Mahale wurde mittlerweile ausgebaut. Der Tourismus, angezogen von den Schimpansen Mahales wächst. Ungeplante landwirtschaftliche Erschließung und Besiedlung, Einwanderung von Viehzüchtern und Straßenbau bedrohen das Ökosystem.

Mahale bietet eine reiche Vielfalt an Lebensräumen, die einzigartige Gesellschaften von Tier- und Pflanzenarten beherbergen. Das Gebiet ist ein Mosaik aus überlappenden Bergwäldern und Bergwiesen in höheren Höhen, und Bambus- und Regenwald auf den Hängen der Mahale-berge. Es gibt tropische Regenwaldtiere und Tiere der Savannen und Miombo-Wälder, darunter auch eine Elefantenpopulation. Der Tanganjika-See ist ein weiterer einzigartiger Lebensraum.
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Die Besucher des Mahale-Mountains-Nationalparks können Schimpansen aus der Nähe beobachten. Foto: Daniel Rosengren/ZGF
Mahale ist die Heimat einer der weltweit größten Populationen von Schimpansen. Forscher studieren die Schimpansen von Mahale seit den 1960er Jahren. Eine Gruppe von rund 60 Tieren ist gut an menschliche Besucher gewöhnt.

Was wir tun

Wir verfolgen zwei Ziele in Mahale: seine Biodiversität und die Lebensgrundlagen der Menschen im Gebiet zu schützen. Seit einigen Jahren arbeiten wir darauf hin, das Schutzgebiet um Wald- und Wildschutzgebiete der Gemeinden zu erweitern. Außerdem arbeiten wir weiterhin in folgenden Bereichen:

Parkmanagement und Parkschutz

Der Mahale-Mountains-Nationalpark war viele Jahre durch seine abgelegene Lage geschützt, doch dies ändert sich rasch. Wir unterstützen die Entwicklung des Parks vor allem mit Infrastruktur und Ausrüstung.

  • Entwicklung und Umsetzung eines Management-Plans für den Mahale-Mountains-Nationalpark
  • Entwicklung und Umsetzung eines Management-Plans für das Mahale-Ökosystem
  • Ökologische Forschung und Begutachtung des Mahale-Ökosystems
  • Unterstützung der touristischen Entwicklung und des Managements
  • Ausbildung für Umweltbildung von Einwohnern

Community Work

Die Bevölkerung um den Nationalpark herum wächst. Wir arbeiten daran, nachhaltige Lebensgrundlagen zu fördern, zugunsten der Umwelt und der Menschen. Zu unseren Aktivitäten gehören:

  • Community Conservation Banks: Mehr als 2200 Menschen, rund 70 Prozent davon Frauen, sind Mitglieder von Genossenschaftsbanken für kleine Kredite
  • Kartierung und Planung der Landnutzung in den Dörfern
  • Waldschutz und Monitoring im Rahmen partizipativer Waldbewirtschaftung
  • Sicherung der Lebensgrundlagen in Zieldörfern
  • Umweltbildung
  • Unterstützung von gemeindebasiertem Ressourcenmanagement und naturschutzkompatibler Entwicklung

Verknüpfung von Lebensräumen

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Der Nkondwe-Wasserfall im Waldschutzgebiet Tongwe West in Tansania. Foto: Magnus Mosha/ZGF
Einen größeren Teil des Mahale-Ökosystems unter Schutz zu stellen ist mit der Herausforderung verknüpft den Naturschutz mit wirtschaftlicher Entwicklung zu integrieren. Wir haben dazu einen Managementplan für das Mahale-Ökosystem entwickelt und unterstützen seine Umsetzung. Darüber hinaus führen wir ökologische Studien durch, um den Zustand des Ökosystems zu erfassen und die Erweiterung des Schutzgebiets wissenschaftlich zu begleiten.

Gemeinsam mit der Mpanda-Bezirksregierung haben wir die Zustimmung der Dorfgemeinschaften eingeholt und dokumentiert um das Waldschutzgebiet Tongwe West unter lokaler Verwaltung zu gründen. Der Mahale-Katavi-Korridor wurde untersucht und die Informationen werden verwendet, um ihn als Korridor für Wildtiere zu schützen.