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Schutz von Steppen und Saiga-Antilopen in Kasachstan

Eine Zukunft für die „Serengeti des Nordens“

Baby Saiga
Eine neugeborene Saiga-Antilope in der kasachischen Steppe.

Grasländer der gemäßigten Zone sind das bei weitem am wenigsten geschützte Ökosystem der Erde. Der größte Teil der noch verbliebenen natürlichen Steppen Eurasiens befindet sich in Kasachstan.

 

In den 1970er-Jahren lebten schätzungsweise noch etwa eine Million Saiga-Antilopen im Grasland Kasachstans. Auch heute noch ist Kasachstan Heimat des größten Teils der Gesamtpopulation der Saiga – auch wenn diese nur noch einen Bruchteil ihrer einstigen Größe hat. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion führte die Verarmung der ländlichen Bevölkerung, parallel mit dem Öffnen der Grenzen zu China, zu einer massiven Zunahme der Wilderei. An erster Stelle stand das Fleisch der Antilopen, aber auch die Hörner, die in der traditionellen chinesischen Medizin begehrt sind, waren (und sind bis heute) ein wichtiger Grund für den illegalen Abschuss. Innerhalb von zehn Jahren nach dem Ende der Sowjetunion brachen die Saiga-Bestände um mehr als 95 Prozent ein. Im Jahr 2002 war die Saiga-Antilope am Rande des Aussterbens und wurde als „kritisch gefährdet” in die Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN aufgenommen.

 

Wir engagieren uns zusammen mit unserem lokalen Partner, der Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK), und der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) in der Altyn Dala Conservation Initiative. Dieses internationale Gemeinschaftsprojekt setzt sich für den Schutz der einzigartigen Grasländer Kasachstans und ihrer Schlüsselarten ein. Die Initiative hat zum Ziel, ein Netzwerk geschützter Graslandhabitate in Zentralkasachstan aufzubauen. Dadurch werden riesige Grassteppen- und Halbwüstengebiete – die charakteristische Landschaft Kasachstans – geschützt und wiederhergestellt. In besonderem Fokus stehen die Saiga-Antilopen der Betpak-Dala-Population, die eine zentrale Rolle im Ökosystem der Steppen und Halbwüsten spielt.

WAS PASSIERT VOR ORT?

  • Vorbereitung der Ausweisung neuer und Erweiterung bestehender Schutzgebiete
  • Stärkung der neu geschaffenen Schutzgebiete
  • Training für die Ranger im Projektgebiet
  • Telemetrie-Programm zur Erforschung des Migrationsverhaltens der Saiga-Antilope und zur Verbesserung der Arbeit gegen Wilderei
  • Monitoring von Paarung und Kalbung der Saigas
  • Teilnahme an Saiga-Zählungen aus der Luft
  • Erforschung von Saiga-Massensterben und Saiga-Krankheiten im Allgemeinen
  • Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Wiederansiedlung des Przewalski-Pferdes in Kasachstan
  • Erforschung der ökologischen Rolle des Wolfes in der Steppe und Halbwüste
  • Umweltbildung in umliegenden Dörfern und Schulen
  • Durchführung von ersten Touristen-Exkursionen durch das Altyn-Dala-Gebiet